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Märkte | 23.09.2019

Von Daniel Rohrig

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
  • Immobilienart:
    Wohnen, Einzelhandel

IW sieht Ende des Immobilienzyklus

Quelle: Diringer & Scheidel Unternehmensgruppe, Urheber: Thomas Tröster
Besonders stark sanken die Erwartungen der Umfrageteilnehmer im Bereich Einzelhandel.

Quelle: Diringer & Scheidel Unternehmensgruppe, Urheber: Thomas Tröster

Die Herbstbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt offenbar einen Konjunkturwendepunkt in der Immobilienbranche. Besonders beim Handel und beim Wohnen liegen die Erwartungen der Befragten deutlich im Minusbereich. Immerhin rechnen die Branchenvertreter zukünftig wieder mit besseren Finanzierungsbedingungen.

Eine knappe Mehrheit der Umfrageteilnehmer hat im dritten Quartal 2019 eher negative Erwartungen, was die eigene wirtschaftliche Entwicklung angeht. Insbesondere der Handel stürzte um 46,7 Punkte auf minus 26,7 Punkte ab. Lediglich die Erwartungen der Projektentwicker liegen laut IW-Immobilien-Index noch im positiven Bereich - allerdings auch hier mit abnehmender Tendenz. Die Einschätzung der aktuellen Lage bewegt sich noch nahezu gleichbleibend deutlich im positiven Bereich.

Immobilienklima sinkt zum dritten Mal in Folge

Der Saldo aus den Erwartungen und der Geschäftslage bildet das Immobilienklima. Und dieses liegt nun auf dem niedrigsten Stand seit dem Start des IW-Immobilien-Indexes im Jahr 2014. Weil er zum dritten Mal in Folge sank, leiten die Macher daraus eine Richtungsänderung der wirtschaftlichen Entwicklung der Branche ab. „Damit folgt der Immobilienmarkt der Gesamtstimmung der deutschen Wirtschaft“, heißt es im Bericht zum Index.

Aber es gibt auch Lichtblicke: Nicht zuletzt wegen der bis auf Weiteres abgesagten Zinswende gehen die befragten Unternehmen nun offenbar wieder von besseren Finanzierungsbedingungen aus. Zum bislang letzten Mal sei ein positiver Wert vor drei Jahren im dritten Quartal 2016 erreicht worden. Auch erwarten die befragten Chefetagen erstmals wieder eine stärkere Dynamik bei den Mieten.

Steigende Zahl internationaler Investoren wahrgenommen

Die Umfrage beschäftigte sich dieses Mal auch mit ausländischen Investoren auf dem deutschen Immobilienmarkt. Jeweils rund ein Drittel der Befragten gab an, dass das Volumen leicht (32,5%) beziehungsweise stark (33,1%) zugenommen hat. 76,8% vermuten, dass das Hauptmotiv der Investments eine „Anlage in einem sicheren Hafen mit geringem Risiko, aber möglicherweise geringem Ertrag“ ist. 50,3% der Teilnehmer gehen von einer „Erwartung langfristig steigender Preise“ aus und 41,3% vermuten bei internationalen Investoren die „Diversifikation von Portfolios“.

Insgesamt hat das IW für die quartalsweise erstellte Studie 100 leitende Angestellte der Immobilienbranche befragt.

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