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Unternehmen | 20.09.2019

Von Daniel Rohrig

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Corestate Capital
  • Personen:
    Lars Schnidrig, Philipp Kleindienst
  • Immobilienart:
    Wohnen, Einzelhandel

Corestate setzt auf Mezzaninefonds und Mikrowohnen

Quelle: Corestate Capital Group
Das Corestate-Mikrowohnprojekt Four Living in Leipzig. Auch im Ausland möchte das Unternehmen nun mehr in kleine Wohneinheiten investieren.

Quelle: Corestate Capital Group

Die Corestate Capital Group plant die Auflage eines neuen Mezzaninefonds. Der Bereich Mikrowohnen soll in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut und mit einer Nachhaltigkeitsstrategie mehr institutionelle Kunden gewonnen werden.

"Im ersten Quartal 2020 soll es mit unserem Mezzaninefonds soweit sein", sagte Corestate-Chef Lars Schnidrig heute in Frankfurt. Die Mittel aus diesem Private-Debt-Fonds sollen ausschließlich als Ergänzungskapital bei Immobilienprojekten eingesetzt werden. Als Investoren möchte Schnidrig hauptsächlich Institutionelle gewinnen. Die Rendite peilt der Corestate-Chef bei „bis zu 4%“ an.

Mehr Investitionen in Mikrowohnen ...

Als derzeit besonders lukrative Anlageklasse hat der Luxemburger Investmentmanager das Mikrowohnen ausgemacht. Derzeit liegt der Anteil der Investitionen bei 24%. „Wir wollen in den kommenden fünf Jahren etwa 200 Mio. Euro jährlich in neue, hauptsächlich von Studenten genutzte Wohnungen investieren“, kündigte der CEO an und hat neben dem heimischen Markt auch Standorte in Portugal, Spanien, Schweden und neuerdings auch im polnischen Danzig im Visier. „In ganz Europa gibt es derzeit 14,6 Mio. Studenten, aber nur 1,3 Mio. Studentenwohnungen.“ Diese Diskrepanz wolle das Unternehmen jetzt etwas verringern.

... und weniger in Einzelhandel

Leicht zurückfahren möchte Schnidrig dafür das Engagement im Einzelhandel. Derzeit liegt der Anteil bei 16%. „Nichtsdestotrotz setzen wir weiter auf die B- und C-Städte. Viele Menschen ziehen, ob freiwillig oder wegen der hohen Kosten, aus den großen Städten heraus.“ Das belebe den Handel auch in kleineren Orten.

Nachhaltigkeitsstrategie ist in Arbeit

Darüber hinaus möchte Corestate nachhaltiger werden. Derzeit tüftelt der Investor an einer „Environment-Social-Governance-Strategie“. Und das offenbar nicht nur aus reinem guten Willen, sondern auch aus strategischem Kalkül: „Institutionelle Investoren fragen immer häufiger danach“, weiß Schnidrig. Die Einhaltung von UN-Prinzipien - beispielsweise jenes für verantwortliches Investieren oder auch dem internationalen Reporting-Standard INREV - seien zunehmend Voraussetzungen für Investments. Konkret sollen die Corestate-Immobilien bis 2025 etwa 20% weniger CO2 ausstoßen.

Damit vor allem die neuen Mikrowohnenobjekte zukünftig für Interessenten anschaulicher werden, hat Corestate damit begonnen, die Objekte mit einer speziellen Kameratechnik dreidimensional zu erfassen. Auf der Internetseite sind dann die virtuellen Begehungen möglich. „Bislang ist das aber lediglich bei acht Objekten geschehen“, sagt der Marketingverantwortliche Philipp Kleindienst, der das Projekt betreut. Alles stehe noch am Anfang.

Für das laufende Jahr rechnet CEO Schnidrig mit einem bereinigten Konzernergebnis zwischen 130 Mio. und 140 Mio. Euro. Damit möchte er sich aber in Zukunft nicht begnügen. „Wir wollen immer mehr zu einem bedeutsamen europäischen Player werden.“ Derzeit verfügt Corestate über 26 Mrd. Euro verwaltetes Immobilienvermögen und über eine beachtliche Investitionspipeline von 5,8 Mrd. Euro.

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