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Unternehmen | 17.09.2019

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

TLG-Vorstand Klinck: "Wir wollen den Merger!"

Quelle: TLG Immobilien AG
Gerald Klinck (rechts) ist für die TLG-Finanzen verantwortlich.

Quelle: TLG Immobilien AG

Die Gewerbe-AG TLG bekennt sich trotz Kursverlusten klar zu ihren Fusionsplänen mit dem wesentlich größeren Wettbewerber Aroundtown. Auch Ambitionen für den Leitindex Dax werden geäußert.

Knapp 10% an Aroundtown hat TLG bereits duch Barzahlung erworben. Der Kaufpreis von rund 1 Mrd. Euro entsprach einer ca. 9%igen Prämie auf den Aroundtown-Schlusskurs, der allerdings nach Bekanntgabe der Pläne am 2. September um 11% nachgab. Auch die TLG-Aktionäre wirken bis dato nicht begeistert von den Plänen. Sie quittierten das Bekanntwerden der Pläne bislang mit einem Kursminus von ca. 12%.

Der NAV soll Maßstab sein

Die am 1. September mit Avisco getroffene Vereinbahrung sieht eine Übertragung von insgesamt knapp 15% der Aroundtown-Aktien vor. War damals noch vorsichtig von "Gesprächen über einen möglichen Unternehmenszusammenschluss" die Rede gewesen, spricht Klinck jetzt Klartext: "Wir wollen nicht nur die 15%, wir wollen den Merger."

Die Fusion soll auf dem Wege des Aktientauschs vollzogen werden. "Für das Umtauschverhältnis halten wir den Nettovermögenswert (NAV) je Aktie für einen geeigneten Maßstab", erklärt Klinck. "In den kommenden Monaten müssen wir uns und die Aktionäre beider Seiten davon überzeugen, dass sie das auch so sehen."

Den strategischen Sinn der Fusion erklärt Klinck mit dem Druck am Direktanlagemarkt. "Dort liefern sich die Käufer ein Wettrennen um den höchsten Kaufpreis. Man muss sich die Frage stellen: Gehen wir dieses Rennen mit, oder suchen wir nach Konsolidierungsmöglichkeiten?" Mit der Aroundtown-Beteiligung habe die TLG die Chance erhalten, "zum NAV an ein Portfolio zu kommen, das aktuell eine Dividendenrendite von 3,3% liefert".

Das Ziel: Die Ratingnote A- und der Dax 30

TLG und Aroundtown würden zusammen eine europäische Gewerbeimmobilienplattform mit einem Immobilienvermögen von mehr als 20 Mrd. Euro bilden. Das soll vor allem am Kapitalmarkt Vorteile verschaffen. "Durch die Fusion würde die drittgrößte europäische Immobilien-AG entstehen. Sie hätte bessere Refinanzierungsbedingungen dank breiter Diversifizierung, höherem Free Float und einer besseren Ratingnote", wirbt Klinck um den Plan.

Das Ziel der gemeinsamen Plattform ist ein Aufstieg zur Ratingnote A-. Auch die Liquidität der Aktie würde sich dank der gemeinsamen Marktkapitalsierung von ca. 11 Mrd. Euro und des höheren Streubesitzes verbessern. Klinck hofft, dann auch dem bislang einzigen Dax-Wert aus der Immobilienbranche, Vonovia, Gesellschaft leisten zu können: "Meiner Meinung nach hat das fusionierte Unternehmen Potenzial für eine künftige Mitgliedschaft im DAX 30."

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