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17.09.2019

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:

    "Einzelhandel optimistisch wie lange nicht mehr"

    Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph von Schwanenflug
    Edeka in Winnweiler (Rheinland-Pfalz).

    Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph von Schwanenflug

    Der Einzelhandel erwartet mehrheitlich eine positive Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr 2019. Die größte Flächennachfrage kommt vom Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Investoren lassen Kaufzurückhaltung erkennen. Das sind Ergebnisse des aktuellen Hahn Retail Real Estate Reports.

    "Der deutsche Einzelhandel ist optimistisch wie lange nicht mehr." Das ist eine der zentralen Aussagen des 14. Hahn Retail Real Estate Reports. Bei der Händler- und Investorenbefragung, die Teil des Marktberichts ist, gaben im Sommer dieses Jahres 60% der Befragten an, dass sie im zweiten Halbjahr 2019 mit steigenden Umsätzen rechnen. Das ist der höchste Wert seit 2011 (68,3%). An der Umfrage nahmen 68 Handelsvertreter und 58 Vertreter von Immobilieninvestoren und Kreditbanken teil.

    Die Aussagen der Händler stehen im Einklang mit der Umsatzentwicklung im deutschen Einzelhandel. Im ersten Halbjahr 2019 wurde nominal 2,9% und real 2,2% mehr umgesetzt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit bleibt der Einzelhandel umsatzmäßig auf der Erfolgsspur. "Der Einzelhandel war einmal das Sorgenkind, das hat sich dramatisch geändert", sagte Ralf-Peter Koschny, Sprecher des Vorstands von bulwiengesa, bei der Vorstellung des Reports. Inzwischen sei der Konsum eine Stütze der deutschen Konjunktur.

    86% der LEH-Firmen wollen mehr Fläche

    Während der Handel insgesamt eine etwas geringere Expansionsneigung erkennen lässt, befindet sich der LEH voll auf Expansionskurs. 86% der Unternehmen aus dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) wollen ihre Verkaufsflächen erweitern, rund 79% wollen auch die Zahl der Filialen erhöhen. Optimistisch in die Zukunft blicken laut Umfrage auch Drogeriemärkte und Filialisten des Bereichs Hobby und Freizeit (u.a. Spielwaren). Eingetrübt hat sich dagegen die Stimmung bei Händlern von Schuhen und Accessoires. Rechneten hier 2018 noch 75% mit steigenden Umsätzen, sind es in diesem Jahr nur noch 40%. Überwiegend positiv sind die Umsatzerwartungen bei Bau- und Gartenmärkten: 60% gehen von einem Plus in der zweiten Jahreshälfte aus.

    Dagegen scheint sich bei Investoren und den sie finanzierenden Banken Kaufzurückhaltung anzudeuten. Der Anteil derjenigen, die stark oder moderat zukaufen wollen, liegt 2019 bei 44%. 2018 waren es noch 67%. Den größten Risikofaktor für Einzelhandelsinvestments sehen die Teilnehmer mit überwältigender Mehrheit (91%) im Onlinehandel.

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