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Projekte | 12.09.2019

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Wiesbaden verschiebt Schulen und schafft Platz für Wohnungen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Eine Weile werden die Autos noch auf dem Parkplatz im Südosten Wiesbadens stehen können. Bis 2025 soll an dieser Stelle aber ein Wohnquartier entstanden sein.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

273 Wohnungen und eine voluminöse Hochgarage für fast 2.000 Autos sind im Südosten der Stadt Wiesbaden geplant. Allerdings müssen dazu erst einmal eine Sporthalle und Schulgebäude umstrukturiert werden.

Die kommunale Stadtentwicklungsgesellschaft SEG plant eine groß angelegte Nutzungsverschiebung im Südosten der Stadt. Dort sollen das bestehende Berufsschulzentrum neu geordnet sowie eine Sporthalle, eine Grundschule und eine Kindertagesstätte errichtet werden. Vor allem aber sind zwei heutige Parkplätze für Neubauten vorgesehen. Dabei handelt es sich um ein kleineres Areal unmittelbar an der Berliner Straße, an dessen Stelle eine Hochgarage mit 1.940 Stellplätzen treten soll, und um einen weiteren, rund 1,7 ha großen Parkplatz, der zum Wohnquartier werden soll. Dort plant die SEG 273 Wohnungen sowie 1.050 qm Mietfläche für Büros und 1.350 qm für Einzelhandel. "Das wird durchaus sehr verdichteter Wohnungsbau", sagte SEG-Geschäftsführer Roland Stöcklin, als er das Projekt im Gestaltungsbeirat der Stadt vorstellte.

Projektdauer bis 2025

Noch sind die Pläne vage. Fest steht aber, dass zunächst die Sporthalle neu gebaut wird und die Wohnentwicklung ganz am Ende steht. Stöcklin geht davon aus, dass die Wohnungen im Jahr 2025 komplett fertiggestellt sein werden. Sie sollen in den Bestand der ebenfalls städtischen GWW übergehen, wobei ein Teil Eigentumswohnungen werden kann. Für die Hochgarage, die auch als Umstiegsstation für Pendler auf den öffentlichen Verkehr gedacht ist, sei wegen ihrer Größe und der exponierten Lage an der Berliner Straße als bedeutende Einfallstraße ein Wettbewerb zur Fassadengestaltung vorgesehen. Im aus Architekten gebildeten Gestaltungsbeirat erhielt das Grundkonzept der SEG Lob, soweit es in dieser frühen Phase erkennbar ist. Kritisch wurde lediglich der Plan für eine Tiefgarage unter den Wohnhäusern bewertet. Diese Stellplätze sollten besser ebenfalls in der Hochgarage angeboten werden.

Erneut waren die Helling-Höfe im Stadtteil Mainz-Kastel ein Thema des Beirats. Dieses Projekt des Frankfurter Planungsbüros Lyson und des Ingelheimer Unternehmens J. Molitor mit knapp 34.000 qm BGF und 177 Wohnungen hatte in der vorherigen Sitzung deutliche Kritik erfahren. Inzwischen haben Bauherren und Architekten das Vorhaben auf einem 1,1 ha großen Grundstück an der Ecke Wiesbadener Straße/Eleonorenstraße überarbeitet.

Kastel muss sich auf Hochbauten einstellen

Das führte zu einer wohlwollenderen Haltung der Architekten. Sie lobten insbesondere die stärkere Öffnung der Einzelhandelsfassaden in den Erdgeschossen und die begrünten Freiräume auf dem Areal, mahnten aber eine stärker individuelle Fassadengestaltung der einzelnen Baukörper an. Ein Teil des Gremiums bemängelte, dass die Gebäude ein bis zwei Stockwerke zu hoch geplant seien, um sich gut in die teils mit Einfamilienhäusern bebaute Umgebung einzufügen. Vertreter der Anwohner sprachen in der Sitzung gar von Monster-gebäuden. Dem hielt Baudezernent Hans-Martin Kessler (CDU) entgegen, dass unmittelbar angrenzend eine tiefgreifende Umgestaltung derzeitiger Militärgelände und angrenzender Grundstücke bevorstehe. "Dort wird es eine größere Dichte und höhere Gebäude geben. Das ist von der Stadt Wiesbaden auch so gewollt", sagte Kessler.

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