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Projekte | 11.09.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Und es hat Peng gemacht – Baubeginn für Berliner Bürohaus

Quelle: bloomimages, Urheberin: Andrea Cogo
90 m wird der Büroturm Stream in den Berliner Himmel ragen.

Quelle: bloomimages, Urheberin: Andrea Cogo

Ein lauter Knall aus Konfettikanonen begleitete die Grundsteinlegung des Büroturms Stream - gezündet als der Polier die Zeitkapsel in die Erde versenkte. Bauen lässt die österreichische Gruppe einen 90 m hohen Büroturm an der Mercedes-Benz-Arena im Stadtteil Friedrichshain.

50.000 qm Bruttogrundfläche umfasst das Haus und 50.000 qm hat sich der Online-Händler Zalando als Mieter gesichert. Zehn Jahre läuft der Vertrag an der Tamara-Danz-Straße, Ecke Wanda-Kallenbach-Straße. 2.500 Menschen will der Schuh- und Kleiderhändler, der nach der Gründung vor elf Jahren in erster Linie Frauen kreischen ließ, wenn die Post die Kartons brachte, hier einen Arbeitsplatz bieten. Auf 42.000 qm entstehen Büros, auf den übrigen 8.000 qm will der Mieter in eigener Regie Gastronomie und Einzelhandel ansiedeln.

Der dem Vernehmen nach 260 Mio. Euro teure Büroturm wird mit 220 Mio. Euro von der Berlin Hyp finanziert. "Damit sind wir alleiniger Finanzierer", freute sich Gero Bergmann, Mitglied des Vorstands der Berlin Hyp anlässlich des Spatenstichs im Frühjahr.

Mediaspree gilt als einer der gefragtesten Bürostandorte Berlins

Signa, die 1999 gegründete Industrieholding von Karstadt-Eigner René Benko, hatte das Stream-Grundstück 2017 als eines der letzten noch unbebauten Areale rund um die Veranstaltungsstätte erworben. Seinerzeit war das nicht ohne Risiko, hat die Initiative mediaspree versenken doch jahrelang verbissen gegen eine zu dichte Bebauung gekämpft. Eher vergebens. Heute gilt Mediaspree als einer der gefragtesten Bürostandorte Berlins mit rasant steigenden Mieten. Hier tummelt sich die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche mit prominenten Mietern wie Mercedes-Benz, Coca-Cola und Platzhirsch Zalando.

"Das Stream wird eines der Highlights an der Mediaspree mit einer modernen und markanten Architektur", sagt Benkos junger deutsche Immobilienchef, Timo Herzberg.

Stream-Tower soll Ende 2021 fertiggestellt sein

Der 90 m hohe Hingucker stammt aus der Feder der Architekten Henry Pudewill und Georg Gewers. Vorgesehen sind im Hochhaus zwei Untergeschosse, ein Erdgeschoss und 24 Etagen in die Höhe. Der Hauptzugang erfolgt über ein Foyer Richtung Mercedes-Benz-Platz. Im Erdgeschoss wird sich der Empfangsbereich befinden sowie öffentlich zugängliche Gastronomieflächen. Jeweils zwei Obergeschosse sind über innenliegende, offene Treppe miteinander verbunden. "Das ermögliche ein fließendes Raumkontinuum", heißt es in herrlichstem Architektensprech. Im ersten Obergeschoss haben die Baumeister einen Konferenzbereich für bis zu 600 Besucher, Nebenräume und Versorgungsflächen vorgesehen. Im siebten Obergeschoss wird der Turm schmaler, "zurückstaffeln", sagen die Architekten. Unter dem Dach gibt es Schulungs- und kleine Konferenzräume, unter der Erde wird die Technik versteckt und entstehen 120 Parkplätze für Autos und 250 für Fahrräder. Geplant ist, den Stream-Tower Ende 2021 fertig zu stellen. Bis dahin suchen Benko und Herzberg nach einem Erwerber für den Turm.

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