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Märkte | 10.09.2019

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

Neubau von Hotelzimmern auf Rekordhoch

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Ketten wie Motel One dominieren den deutschen Hotelmarkt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

In Deutschland werden in diesem Jahr so viele Hotelzimmer gebaut wie noch nie. Das prognostiziert eine gemeinsame Studie des Projektentwicklers benchmark Real Estate und des Analyseunternehmens bulwiengesa. Vor allem Drei- und Viersternehotels sind im Kommen.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf einer Analyse der Bautätigkeit im Hotelsegment für Neubauten mit mindestens 40 Zimmern. Die Autoren erwarten für 2019, dass rund 27.600 Hotelzimmer verteilt auf 173 Betriebe fertiggestellt werden; das entspräche einem Zuwachs von rund 70% gegenüberr dem Vorjahr. Im Schnitt der vergangenen fünf Jahre wurden per Anno etwa 12.400 Zimmer neu geschaffen.

Vor allem die A-Städte stellen den wichtigsten Markt für neue Hotelentwicklungen dar. 2018 entstanden dort rund 9.200 Zimmer und damit mehr als die Hälfte des gesamten Neubaus. Frankfurt (2.455 Zimmer), München (2.357) und Berlin (1.004) verzeichneten dabei den größten Zuwachs. Die Autoren der Studie erwarten aber, dass die B- und C-Städte in den kommenden Jahren ordentlich zulegen werden, da in den Metropolen die Flächen knapp sind.

Auf Produktseite werde sich die Dominanz der Drei- bis Viersternehotels weiter fortsetzen. Dieses Segment machte zwischen 2016 und 2018 gut 83% aller neu errichten Zimmer aus. Rückläufig entwickelten sich dagegen die Fertigstellungszahlen von Budget-Produkten.

Hotelketten dominieren den deutschen Markt

"Der deutsche Hotelimmobilienmarkt entwickelt sich weiterhin dynamisch und ist gerade für institutionelle Investoren interessant", sagt Götz Hufenbach, geschäftsführender Gesellschafter von benchmark. "Der Markt reift jedoch zunehmend und eine sorgfältige Due Diligence ist gerade vor den ersten Anzeichen einer sich abkühlenden Konjunktur eine Pflichtaufgabe. Investoren und Entwickler sollten daher Teilmärkte und das Produkt sehr genau verstehen", rät Hufenbach.

In den vergangenen Jahren seien deutlich mehr neue Hotels in Deutschland gebaut worden, betont Silvia Beck, Niederlassungsleiterin von bulwiengesa in Frankfurt. "Lange Zeit konzentrierte sich die Bauaktivität vor allem auf die deutschen A-Städte. Inzwischen rücken auch immer mehr Mittelstädte in den Fokus von Projektentwicklern und Investoren." Da sich die touristische Nachfrage positiv entwickele, dürften sich die Verdrängungseffekte in Grenzen halten. "Deutlich zu erkennen ist auch 2018 wieder die starke Expansion der Kettenhotellerie der vergangenen Jahre: Über 82% aller realisierten Zimmer werden von Hotelketten betrieben", erklärt Beck.

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