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Unternehmen | 05.09.2019

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

"Garbe geht nicht an die Börse"

Quelle: Garbe Industrial Real Estate
Jan Dietrich Hempel ist Geschäftsführer des Projektentwicklers Garbe Industrial Real Estate.

Quelle: Garbe Industrial Real Estate

Der Projektentwickler Garbe Industrial Real Estate wird nicht an die Börse gehen. Entsprechenden Gerüchten erteilte Geschäftsführer Jan Dietrich Hempel im Gespräch mit der Immobilien Zeitung (IZ) eine klare Absage. Dabei entwickelt die Gruppe mit dem Industrial Cube derzeit einen neuen, mehrstöckigen Immobilientyp.

Die Aussage ist deutlich: "Ich kann Ihnen versichern: Garbe Industrial Real Estate wird nicht an die Börse gehen." Das sagte Hempel im Interview mit der IZ, das im Rahmen des Specials zum Thema Logistikimmobilien an diesem Donnerstag erscheint (IZ 36/19). Zwar liege es auf der Hand, dass bei steigenden Grundstückspreisen mehr Geld bei den Entwicklern benötigt werde. "Die Preissteigerungen sind aber wiederum nicht so bedeutend, dass wir zusätzliches Kapital bräuchten", erklärte Hempel und fügte an: "Wir haben ausreichend Kapital, um unsere Projekte zu finanzieren. Wir haben weder einen Mangel an Investitionsmitteln noch an Flächen, die wir kaufen könnten."

Damit erteilte der Manager den Gerüchten eine klare Absage, wonach der Projektentwickler angeblich den Sprung aufs Parkett wagen wolle. Medien hatten Ende Mai in Berufung auf Insider gemeldet, dass Garbe die Deutsche Bank und JP Morgan engagiert habe, um die Emission vorzubereiten. Laut der Meldungen sollten Aktien für rund 300 Mio. bis 400 Mio. Euro angeboten werden. Der Börsenwert wurde bei etwa 700 Mio. Euro taxiert. Angeblich sei der Sprung aufs Parkett schon für den Herbst geplant. Laut Hempel ist dem nicht so.

Garbe Industrial Cube als neuer, mehrstöckiger Immobilientyp in der Mache

Dabei könnte das Unternehmen frisches Geld gut gebrauchen, schließlich entwickelt es mit dem Industrial Cube derzeit einen neuen, mehrstöckigen Immobilientyp. Laut Hempel kombiniert Garbe dabei Logistik im Erdgeschoss mit Gewerbe in den oberen Etagen. In solchen Hybridimmobilien seien keine äußeren Rampen nötig. "Wir können Lastenaufzüge einsetzen und brauchen keine so großen Deckenlasten", erläuterte Hempel im Interview.

Die Idee für den Industrial Cube sei aus dem Bestreben gekommen, die Genehmigungslage vor Ort zu entschärfen. "Die Städte wollen nicht zu viel Logistik, denn die bringt viel Verkehr, aber wenige Arbeitskräfte und wenig Gewerbesteuer. Ein bisschen Logistik unten und oben drauf Gewerbe, Handwerk und Kleinproduktion bedeutet: Verdichtung ohne viel mehr Verkehr, aber mit zahlreichen qualifizierten Jobs und mehr Gewerbesteuer", sagte Hempel. Als Standorte seien Metropolregionen wie Berlin, München und Hamburg interessant. "In Berlin wären etwa Standorte wie Reinickendorf oder Marzahn denkbar", betonte Hempel.

Garbe mit Hauptsitz in Hamburg ist einer der großen Anbieter und Manager von Logistik- und Unternehmensimmobilien in Deutschland. Die Gruppe entwickelt, kauft und verkauft, vermietet, verwaltet und finanziert hochwertige Gewerbeimmobilien. Mit rund 4 Mio. qm vermietbarer Fläche betreut Garbe aktuell 144 Objekte im Wert von 2,5 Mrd. Euro. In der Rangliste der 20 aktivsten Projektentwickler zwischen 2014 bis 2019 von bulwiengesa belegt Garbe aktuell Rang vier - vor Dietz und hinter Panattoni Europe. Spitzenreiter ist wie im Vorjahr Goodman (die Rangliste mit detaillieren Angaben zu Flächen im Bau und in Planung findet sich ebenfalls im Special Logistikimmobilien).

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