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Projekte | 04.09.2019

Von Martina Vetter

In diesem Artikel:

Berlin: Bezirk stellt sich gegen Neubaupläne von Signa

Schon seit Ende 2017 träumt Signa davon, anstelle des Karstadt-Kaufhauses am Hermannplatz einen Neubau zu errichten. Der soll das historische Gewand des im Krieg stark zerstörten Kaufhauses haben, das zur Eröffnung 1929 das größte in Europa war. Doch der zuständige Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg erteilte den Plänen zum Abriss und Neubau des Karstadt am Hermannplatz erst mal eine Absage.

Florian Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen), Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, erklärte dem Entwickler Ende vergangener Woche, dass "kein Planerfordernis" für das Vorhaben von Signa bestehe. Im Klartext heißt das, dass der Bezirk das für den Neubau notwendige Bebauungsplanverfahren nicht einleiten will. Begründet wird dies unter anderem damit, dass die dominante Kubatur des Neubaus, der wie einst auf den 32 m hohen Sockel noch zwei 24 m hohe Türme erhalten soll, die kleinteilige Struktur des Quartiers sprengen werde. Zudem stehe der Rückgriff auf das historische Haus nicht im Zusammenhang mit der Nutzung.

Während das Gebäude mit damals 72.000 qm Nutzfläche bis zum Ende des Weltkrieges als Warenhaus diente, soll es nun eine Mixed-Use-Immobilie werden. Das lehnt der Bezirk ab, befürwortet aber gleichwohl eine Entwicklung und Modernisierung des Bestandsgebäudes im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Hermannplatzes, der bereits im Plangebiet des Nachbarbezirks Neukölln liegt.

Signa will nicht klein beigeben

Signa zeigte sich von dieser Entscheidung überrascht und will weiter an den ursprünglichen Plänen festhalten. „Mit der Neugestaltung werden langfristig viele Arbeitsplätze bei Karstadt gesichert. Mit der geplanten öffentlich zugänglichen Dachterrasse, mit dem Marktplatz und der Umgestaltung des Hermannplatzes wollen wir dem Ort seine ursprüngliche Bedeutung zurückgeben", erklärt Signa in einer Stellungnahme. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb Florian Schmidt diese Neugestaltung ablehne. Signa erkärte, weiterhin Überzeugungsarbeit bei den zuständigen Bezirksgremien, aber auch beim Senat leisten zu wollen, denn die Bedeutung des Karstadt Hermannplatz gehe weit über den Bezirk hinaus.

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