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Politik | 27.08.2019

Von Martina Vetter

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Berlin
  • Organisationen:
    Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), Land Berlin
  • Personen:
    Susanne Klabe
  • Immobilienart:
    Wohnen

Mietendeckel führt zu Investitionsstopp

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christine Rose
Das Bauen von Wohnungen in Berlin wird weniger attraktiv, zeigt eine Umfrage des BFW-Landesverbands.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christine Rose

Der für Berlin geplante Mietendeckel wirkt sich bereits jetzt negativ auf das Investitionsverhalten der Immobilienbranche aus. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des BFW-Landesverbands Berlin/Brandenburg unter einem Teil seiner Mitgliedsunternehmen.

Drei Viertel der befragten Unternehmen beantworteten die Frage, ob sie bereits konkrete Negativreaktionen von Projektpartnern aufgrund der aktuellen Wohnungspolitik erhalten hätten, mit Ja. Besonders Endinvestoren (76% der skeptischen Projektpartner) sowie Eigenkapitalgeber (29%), Banken (20%) und bauausführende Unternehmen (12%) zeigten sich wenig begeistert. Und gefragt, welche Maßnahmen sie konkret veranlasst hätten, um auf die geplanten politischen Maßnahmen zu reagieren, gaben 72% an, geplante Investitionen stoppen oder aufgeben zu wollen. 28% wollen auf den Ankauf modernisierungsfähiger Bestandsimmobilien verzichten, 33% statt Miet- lieber Eigentumswohnungen bauen, 59% Modernisierungen und 61% Sanierungen stoppen.

41% wollen lieber in Brandenburg bauen

"Der Berlin-Motor kommt ins Stottern", sagt Susanne Klabe, Geschäftsführerin des BFW Landesverbands Berlin/Brandenburg. "Fehlende Investitionen bedeuten: Es werden keine neuen Wohnungen gebaut. Die Mieterinnen und Mieter werden keine neue Wohnung mehr finden. Das ist verheerend für die Berliner Wirtschaft und ein katastrophales Signal für den Berliner Wohnungsmarkt. Mit seiner Politik torpediert der Senat sämtliche Aktivitäten der Privatwirtschaft und ignoriert alle Erfordernisse der wachsenden Stadt", warnt Klabe und spielt damit auf den geplanten Berliner Mietendeckel an.

In der Folge würden schon jetzt 41% der Mitgliedsunternehmen im Landesverband ihre Bauaktivitäten ins Nachbarland Brandenburg verlagern, statt in Berlin zu bauen. Jedes dritte Unternehmen wolle sein Geld sogar nicht mehr in der Region ausgeben, sondern lieber in anderen Bundesländern investieren (34%). Andere Unternehmen gaben in der Umfrage an, den Wohnungsneubau ganz aufgeben zu wollen und das Geld stattdessen in die Entwicklung von Gewerbeobjekten zu stecken (39%).

An der Umfrage beteiligten sich 60 von insgesamt 240 Mitgliedsunternehmen des BFW-Landesverbands.

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