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Projekte | 22.08.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Bremen: Zech baut Holzhybrid-Bürohaus in 14 Tagen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Das Handwerkerhaus zur Grundsteinlegung: nach Erstellung des Betonsockels mit Tiefgarage und Treppenhauskern.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

In der Bremer Überseestadt baut Cree by Zech für die Gustav Zech Stiftung ein Bürogebäude in Holzhybrid-Modulbauweise. Bereits 14 Tage nach der am Dienstag erfolgten Grundsteinlegung soll am 4. September das Richtfest gefeiert werden.

Sicherlich ist das Handwerkerhaus zwischen Konsul-Smidt-Straße und Hafenstraße nicht das größte Projekt, das derzeit in der Bremer Überseestadt realisiert wird. Dass zur Grundsteinlegung des viergeschossigen Bürogebäudes mit 3.637 qm oberirdischer BGF immerhin Ronny Meier (Grüne) erschien, Staatsrat der neuen Senatorin für Umwelt, Bau und Verkehr im rot-rot-grünen Senat, Maike Schäfer (Grüne), liegt an der Bauweise. "Sie zeigen hier etwas, das den Geschmack unseres Hauses trifft: Holzbau, CO2-sparend und ressourcenschonend."

Kombination von Holzfassaden und Betondecken

Denn das Handwerkerhaus entsteht in Holzhybrid-Modulbauweise. Die eingeschossige Tiefgarage mit 86 Stellplätzen, der Erdgeschosssockel und der Treppenhauskern sind aus Stahlbeton konventionell entstanden. Noch als unkonventionell gilt der Aufbau der vier oberirdischen Geschosse binnen 14 Tagen aus vorgefertigten Fassadensegmenten aus Holz inklusive der Fenster sowie der Wärmedämmung, die mit vorgefertigten Betondecken kombiniert werden. Sie bilden im statischen Verbund das Tragwerk.

Quelle: Cree by Zech
So soll das Handwerkerhaus nach Fertigstellung Anfang 2020 aussehen. Die Holzfassadenmodule werden mit Blechen verkleidet.

Quelle: Cree by Zech

Realisiert wird es durch Cree by Zech. Zech ist seit dem vergangenen Jahr Gesellschafter von Cree by Rhomberg aus dem österreichischen Dornbirn und hat mit Rhomberg als Minderheitsgesellschafter Cree by Zech in Deutschland gegründet. Für Cree by Zech ist es das erste Gebäude in Holzhybrid-Modulbauweise. Cree by Rhomberg hat damit bereits Erfahrung.

80% weniger CO2emittiert und 50% leichter

Olaf Demuth, Geschäftsführer sowohl von Zech Building als auch der Zech Group, erklärte bei der Grundsteinlegung, dass die systemische Holzhybrid-Modulbauweise von Cree by Zech "ohne Nachteile zur konventionellen Betonausführung" je Quadratmeter Nutzfläche bis zu 80% weniger CO2 emittiert und 50% weniger wiegt. Künftig werde nicht mehr ausschließlich in Stahlbeton gebaut, sondern die Vorteile von Stahlbeton mit denen von Holz intelligent kombiniert. Die verwendeten Baumaterialien sind nach Zech-Angaben "weitgehend recyclingfähig nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip. "Deshalb haben unsere Gebäude nicht nur einen Montageplan, sondern auch einen Demontageplan."

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Zech-Polier René Bungalski, Wolfrat Voigt, Präsident der Gustav Zech Stiftung, Staatsrat Ronny Meier und Olaf Demuth, Geschäftsführer der Zech Group (v.l.), platzieren die Messinghülse mit Plänen, Tageszeitung und Münzen im Grundstein.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Da hilft es, dass der Bau als digitaler Zwilling im Building Information Modeling (BIM) entsteht. "BIM kennt alle Elemente und Bauteile, löst Ausschreibungen aus und organisiert die Lieferung just in time", so Demuth. Nach den BIM-Vorgaben sind die hölzernen Fassadenelemente bei Fritz Kathe Holzbau in Vechta entstanden und die Elementdecken mit integrierten Kälte- und Wärmeleitungen bei der Zech-Tochter BWE in Oldenburg. Für BWE entsteht derzeit ein neues Betonfertigteilwerk in Lemwerder, in nordwestlicher Nachbarschaft zu Bremen. Hier soll mittelfristig auch eine Cree-Fertigung entstehen. "Aber wir werden immer mit regionalen Partnern zusammenarbeiten, um mit kurzen Wegen den CO2-Footprint klein zu halten", erklärte Zech-Sprecher Holger Römer. So sollen Lkw-Transporte über lange Strecken vermieden werden.

Holzhybrid für Siemens und Vattenfall

Das wird relevant werden, wenn Cree by Zech seine ersten beiden Großaufträge realisiert. In Erlangen baut Cree by Zech auf dem Siemens Campus fünf Gebäude mit 80.000 qm in Holzhybrid-Modulbauweise und in Berlin das Edge Suedkreuz Berlin, dessen 32.000 qm die Deutschlandzentrale von Vattenfall nutzen wird.

Die Gesamtbauzeit für das Handwerkerhaus in Bremen beläuft sich auf neun Monate und endet Anfang 2020. Dann sollen in dem Neubau die handwerklich tätigen Unternehmen der Zech Group Raum finden, wie wohl Kamü, Zech Bau (Umbau und Sanierung), DSL, Renke, Ecotec. Sicher ist, dass der Neubau die künftige Deutschlandzentrale von Cree by Zech wird. Bauherr ist die Gustav Zech Stiftung.

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