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Märkte | 23.08.2019

Von Martina Vetter

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Berlin
  • Organisationen:
    Land Berlin
  • Immobilienart:
    Wohnen

Berlin hat Potenzial für den Bau von 200.000 Wohnungen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter
Gebaut wird viel in Berlin, doch immer noch nicht genug, um den Bedarf zu decken.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter

Bis zum Jahr 2030 müssen 194.000 neue Wohnungen in Berlin entstehen, um den Bedarf der weiterhin stark wachsenden Bevölkerung zu decken. Das geht aus dem Stadtentwicklungsplan (Step) 2030 hervor, den der Berliner Senat nach monatelangem Tauziehen endlich verabschiedet hat. Laut den im Step Wohnen ausgewiesenen Potenzialflächen für den Wohnungsbau wäre es möglich, 200.000 Einheiten bis 2030 zu bauen.

Berlin braucht dringend neue Wohnungen. Seit 2011 ist die Bevölkerung jedes Jahr um die Größe einer Mittelstadt mit 40.000 Einwohnern gewachsen, gebaut wurde hingegen weniger als nötig. Die Versorgungslücke der letzten Jahre und die Prognosen für das weitere Bevölkerungswachstum der Stadt summieren sich auf einen Neubaubedarf von geschätzten 194.000 Wohnungen.

Den Berechnungen liegt die langjährige durchschnittliche Berliner Haushaltsgröße von 1,75 Personen pro Haushalt zugrunde. "Allein bis 2021 ist mit einem Zuwachs von 72.000 Haushalten und einem entsprechenden kurzfristigen Mehrbedarf an Wohnungen zu rechnen", heißt es dazu im Step Wohnen. Das bedeutet, dass vor allem kurzfristig viel gebaut werden muss. Im Schnitt werden für die Neuberliner bis 2021 pro Jahr durchschnittlich 14.000 neue Wohnungen gebraucht, weitere 6.000 Einheiten müssten errichtet werden, um das bereits vorhandene Defizit abzubauen.

14 Neubaugebiete mit 40.000 Wohnungen

Im jetzt beschlossenen Step Wohnen 2030 wurden alle Potenzialflächen für den Wohnungsneubau erfasst. Unter anderem sind darin 14 Stadtquartiere festgelegt worden, in denen etwa 40.000 Wohnungen entstehen könnten. Dazu zählt beispielsweise das Stadtviertel in Johannistal/Adlershof, wo bereits 2.000 Wohnungen entstanden sind und weitere 3.000 gebaut werden können. Weiterhin sollen 30 bestehende Siedlungen, in denen die städtische Infrastruktur bereits vorhanden ist, verdichtet werden, um auf diese Weise schnell Wohnraum schaffen zu können.

Neubaupotenziale schlummern aber auch auf zahlreichen Brachen innerhalb des Stadtgebiets oder können auch kleinteilig durch Lückenschlüsse, Dachaufstockungen oder Anbauten aktiviert werden. Und genau damit steht und fällt der Step Wohnen 2030: Nur wenn dort, wo es möglich ist, auch tatsächlich gebaut wird, kann das Wohnungsproblem in der Hauptstadt gelöst werden.

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