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Märkte | 21.08.2019

Von Harald Thomeczek

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Immobilienverband Deutschland (IVD)

Der Investmentmarkt durchbricht bald die Schallmauer

272 Mrd. Euro - so viel Geld haben private und gewerbliche Käufer 2018 in den deutschen Immobilienmarkt gepumpt. Das hat der Verband IVD auf der Grundlage des vom Bundesfinanzministerium erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens ausgerechnet.

Nicht in der IVD-Berechnung enthalten sind allerdings alle Immobilientransaktionen, bei denen keine Grunderwerbsteuer angefallen ist, u.a. also die nicht unumstrittenen Share-Deals, bei denen nicht direkt Immobilien, sondern Anteile an Immobilien haltenden Gesellschaften transferiert werden - was unter bestimmten Bedingungen keine Grunderwerbsteuer auslöst.

Die vom IVD mit dieser Methodik errechneten 272 Mrd. Euro aus dem vergangenen Jahr bedeuten im Vorjahresvergleich einen Anstieg von 7,1% (2017: 5,6%; 2016: 9,6%). Der größte Batzen entfiel letztes Jahr auf Bayern: Hier flossen 54,6 Mrd. Euro in Immobilien - das war fast jeder fünfte hierzulande in Ziegelsteine und Mörtel investierte Euro. Das dickste Plus wurde mit 37,8% in Thüringen (3,1 Mrd. Euro) verbucht.

Angesichts der schwankenden, aber anhaltenden Steigerungsraten sieht der IVD "spätestens 2020 das Durchbrechen der Schallmauer von 300 Mrd. Euro" voraus - wenn nicht "Debatten um Enteignungen und Mietendeckel" den "guten Ruf Deutschlands" als "einen der sichersten Investitonsstandorte" weiter schädigen.

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