Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 14.08.2019

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:
  • Städte:
    München
  • Organisationen:
    IVD Marktforschungsinstitut, Hans-Böckler-Stiftung
  • Personen:
    Stephan Kippes
  • Immobilienart:
    Wohnen

Mieten stiegen in München seit 1975 um 448%

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze
Trotz der enormen Mietsteigerungen ist die Mietbelastung in München kaum gestiegen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze

Die Münchner Wohnungsmieten sind seit 1975 um mehr als das Vierfache gestiegen. Das errechnete das IVD-Marktforschungsinstitut. Zahlten Mieter für Bestandswohnungen in guten Lagen im Jahr 1975 noch durchschnittlich 3,10 Euro/qm, sind es heute 17 Euro/qm. Doch die Mietbelastung ist für die meisten Münchner konstant geblieben.

In München explodieren die Mieten. In nur fünf Jahren steigen die Mieten für Bestandswohnungen um satte 55%. Die Zahl ist allerdings nicht aktuell. Sie stammt aus dem Jahr 1990. Damals machten die Mieten einen gewaltigen Sprung nach oben. 1985 zahlten Mieter noch 6,10 Euro/qm; fünf Jahre später lagen die Durchschnittsmieten schon bei 9,50 Euro/qm. Das zeigen die Zahlen des IVD-Marktforschungsinstituts.

Gewaltige Mietsteigerungen waren in München aber nicht immer gegeben. Zwischen 1990 und 2005 konnten Vermieter die Mieten im Schnitt gerade einmal von 9,50 Euro/qm auf 10 Euro/qm erhöhen. Erst seit 2005 steigen die Mieten wieder deutlich, wenngleich auch nicht so dramatisch wie vor rund 30 Jahren. "Die Entwicklung der Mietwohnungspreise in der bayerischen Landeshauptstadt München ist mit kaum einer anderen Großstadt in Deutschland zu vergleichen", fasst Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, zusammen.

Mietbelastung ist relativ konstant

Die Entwicklung der Mieten ist dabei nicht unbedingt von der Einwohnerzahl abhängig, wie die IVD-Untersuchung zeigt. So sind die Mieten zwischen 1975 und 1990 teilweise kräftig gestiegen, obwohl die Einwohnerzahl von über 1,3 Mio. auf 1,2 Mio. zurückging. Erst seit dem starken Anstieg der Einwohnerzahlen seit dem Jahr 2000 stiegen mit etwas Verzögerung auch die Bestandsmieten.

Trotz der enormen Mietsteigerungen ist die Mietbelastung kaum gestiegen. Das zeigen die Zahlen der Stadt, die allerdings nicht bis ins Jahr 1975 zurückreichen. In früheren Berichten zur Wohnungssituation veröffentlichte die Stadt die sogenannte Mietbelastungsquote. So mussten 1994 die Mieter in München 30% ihres Nettoeinkommens für die Miete ausgeben. 2009 sank die Belastung sogar auf 23%. Die Stadt veröffentlicht die Quote in ihren Berichten nicht mehr. Die Hans-Böckler-Stiftung wies in einer Studie für das vergangene Jahr eine Quote von 28% aus. Allerdings hat die Durchschnittsbetrachtung einen Haken: Denn die hohen Mieten belasten vor allem Geringverdienerhaushalte. Laut Hans-Böckler-Stiftung müssen die ärmsten Haushalte in München rund 45% ihres Einkommens für die Miete ausgeben.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!