Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Politik | 14.08.2019

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Innenministerium Schleswig-Holstein
  • Personen:
    Axel Gedaschko
  • Immobilienart:
    Wohnen

Die Typengenehmigung ist da

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Monika Hillemacher
Wohnungsbau mit fertigen Modulen kostet weniger Zeit, ist weniger fehleranfällig und günstiger.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Monika Hillemacher

Die von der Bau- und Wohnungswirtschaft geforderte Typengenehmigung ist in die Musterbauordnung (MBO) aufgenommen. Die Erlaubnis vereinheitlicht die Zulassung seriell und modular errichteter Wohngebäude.

Die Aufnahme der Typengenehmigung in die Musterbauordnung (MBO) erfolgte bereits am 22. Februar 2019. Sie geht zurück auf einen Beschluss der Bauministerkonferenz vom gleichen Tag. Mitbekommen hat es jedoch kaum jemand. Mit dem Votum sei "die Aufnahme faktisch erfolgt", teilte das Innenministerium von Schleswig-Holstein auf Anfrage der Immobilien Zeitung mit. Schleswig-Holstein hat den Vorsitz der Bauministerkonferenz inne.

Erlaubnis "bedeutender Mosaikstein" im Wohnungsbau

Im eingefügten § 72a der MBO heißt es, die Typengenehmigung könne auch für Gebäude erteilt werden, "die in unterschiedlicher Ausführung, aber nach einem bestimmten System und aus bestimmten Bauteilen an mehreren Stellen errichtet werden sollen." Dahinter steckt das, was Verbände der Wohnungs- und Bauwirtschaft seit längerem forderten: ein vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren für Modulbauten. GdW-Präsident Axel Gedaschko lobte das neue Verfahren als "bedeutenden Mosaikstein in der Strategie für den Bau von mehr bezahlbaren Wohnungen in Deutschland". Gedaschko appellierte an die 16 Länder, die neue Richtlinie rasch in ihre Landesbauordnungen (LBO) zu übernehmen. Schleswig-Holstein arbeitet bereits daran.

Weniger Bürokratie beim Bauantrag

Praktisch kann jedes Bundesland in seiner LBO auf die Typengenehmigung in der MBO verweisen. Das erspart eigene Regeln. Zudem legt §72a Abs. 2 MBO fest, dass die Bundesländer die in einem anderen Land erteilten Typengenehmigungen gegenseitig anerkennen. Das entlastet sowohl Investoren als auch Behörden, weil diese einmal entschiedene Typen-Genehmigungsfragen nicht mehr neu prüfen dürfen (§ 72a Abs. 4). Der Bauantrag an sich kommt jedoch weiterhin auf den Prüfstand.

Die Typengenehmigung für ein Gebäudemodell ist zunächst auf fünf Jahre begrenzt. Auf Antrag des Herstellers kann um fünf Jahre verlängert werden. Um seriell gefertigte Gebäude flexibler zu gestalten, lässt die MBO Planern, Herstellern und Investoren Spielraum, indem in der Typengenehmigung "die zulässige Veränderbarkeit" beschrieben wird. Ein der Typengenehmigung vergleichbares Verfahren funktioniert im Automobilbau mit der Typenzulassung von Modellen durch das Kraftfahrtbundesamt.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!