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Märkte | 30.07.2019

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Statistisches Bundesamt (Destatis), Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W)
  • Personen:
    Werena Rosenke
  • Immobilienart:
    Wohnen

650.000 Menschen haben keine Wohnung

Quelle: Pixabay, Urheber: Alexas_Fotos
BAGW: Von einem Rückgang der Wohnungslosenzahl in Deutschland könne nicht die Rede sein.

Quelle: Pixabay, Urheber: Alexas_Fotos

Etwa 650.000 Menschen in Deutschland sind ohne eigene Wohnung und müssen in vorläufigen Unterkünften oder auf der Straße leben. Darunter sind rund 22.000 Kinder und minderjährige Jugendliche.

Diese heute bekannt gegebenen Zahlen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) beruhen auf Schätzungen für das Jahr 2017. Offizielle Zahlen, etwa vom Statistischen Bundesamt, gibt es nicht. Mehrere Medien hatten vorab über die neueste Schätzung berichtet. Die meisten Wohnungslosen in Deutschland leben in Not- und Flüchtlingsunterkünften, etwa 48.000 von ihnen obdachlos auf der Straße. Ohne die Menschen in Flüchtlingsunterkünften waren 2017 etwa 275.000 Menschen ohne Wohnung. Drei Viertel der Wohnungslosen sind laut BAGW Männer. Unter den Obdachlosen seien viele Zuwanderer aus anderen EU-Staaten, insbesondere aus Osteuropa.

Die neue Schätzung der BAGW ist deutlich niedriger als die vorausgegangene. Per Ende 2016 war man noch von 860.000 wohnungslosen Menschen ausgegangen. Dahinter steckt nach Angaben von BAGW-Geschäftsführerin Werena Rosenke allerdings eine Änderung der Berechnungsmethode. Von einem Rückgang der Wohnungslosenzahl in Deutschland könne nicht die Rede sein. Vielmehr sei von einem Anstieg um 15% bis 20% auszugehen. Als Hauptgründe nennt Rosenke neben einer "Verfestigung von Armut" das unzureichende Angebot an bezahlbarem Wohnraum und Sozialwohnungen. "Benötigt werden pro Jahr 80.000 bis 100.000 neue Sozialwohnungen und weitere 100.000 bezahlbare Wohnungen", sagt der Verein.

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