Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Politik | 29.07.2019

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Zentralverband des Deutschen Baugewerbes

Digitale Rechnungen werden Pflicht

iStock.com, Urheber: AndreyPopov
In Zukunft nehmen Bundesbehörden nur noch online gestellte Rechnungen entgegen.

iStock.com, Urheber: AndreyPopov

Unternehmen, die für die öffentliche Hand arbeiten, müssen sich auf Onlinerechnungen einstellen. Sonst gibt es spätestens Ende nächsten Jahres kein Geld mehr. Das trifft auch die Immobilien- und Baubranche.

Von November 2020 an sind alle Unternehmen verpflichtet, Rechnungen an Bundesbehörden elektronisch einzureichen. Ämter in Ländern und Kommunen sollen folgen. Wer will, kann bereits freiwillig vom Stichtag 27. November 2019 an digitale Rechnungen an den Bund schicken. Dieser hat dazu die Zentrale Rechnungseingangsplattform (ZRE) freigeschaltet.

Kein Entkommen vor der digitalen Pflicht

Von der Pflicht zur elektronischen Rechnung (eRechnung) wird es von 2020 an so gut wie keine Ausnahmen geben. Darauf weist der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) hin. Die Regel trifft Planer und Baufirmen ebenso wie Immobiliendienstleister, etwa Makler, Facility- und Property-Manager oder Kanzleien, die für den Bund tätig sind. Die in Vergabeverfahren üblichen Schwellenwerte spielen dem ZDB zufolge keine Rolle. Lediglich für Direktaufträge bis zur Bagatellgrenze von unter 1.000 Euro seien keine digitalen Rechnungen fällig.

Der Verband geht davon aus, dass jährlich bis zu 6 Millionen Rechnungen über die ZRE eingehen und abgewickelt werden. Nutzer müssen sich auf der Plattform registrieren. Rechnungsformate sind festgelegt. Außerdem gibt es einen Rechnungsgenerator. Dennoch empfiehlt der Bauverband Auftragnehmern, ihre Formate daraufhin zu prüfen, ob die Software an die neuen Anforderungen anzupassen ist.

Freiwillige eRechnung bereits möglich

Hintergrund der Umstellung ist eine EU-Richtlinie (2014/55/EU). Sie legt eigentlich fest, dass Ämter eRechnungen annehmen müssen. Der deutsche Gesetzgeber seinerseits nimmt gleichzeitig Firmen in die Pflicht.

Freiwillig können sie schon seit fast einem Jahr mit Bundesministerien, Bundestag und Bundesgerichten digital abrechnen. Am 27. November 2019 folgen die anderen Bundesbehörden.

Detaillierte Informationen zur Zentralen Rechnungseingangsplattform des Bundes und zum Zugang gibt es unter:

https://www.beta.bund.de/DE/Leistung/unternehmen/ausschreibungen-oeffentliche-auftraege/99120003261000/Zentrale_Rechnungseingangsplattform_des_Bundes.html?thema=unternehmen/ausschreibungen-oeffentliche-auftraege&serviceTextId=2570324

und https://xrechnung.bund.de/prod/authenticate.do

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!