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Politik | 12.07.2019

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:
  • Städte:
    München
  • Organisationen:
    Stadt München, Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Bayern
  • Personen:
    Andreas Eisele, Hermann Brandstetter
  • Immobilienart:
    Wohnen

BFW Bayern präsentiert Wunschliste für mehr Wohnungsbau

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze
Der BFW will in München mehr bauen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze

Der Verband der bayerischen Wohnungswirtschaft (BFW) will in München mehr bauen und stellt dafür Forderungen an die Politik. Auf dem Bayerischen Immobilienkongress präsentierte der Verband eine gemeinsame Erklärung, den sogenannten München-Plan.

Die insgesamt 18 Punkte umfassende Liste enthält viele längst bekannte Forderungen der Immobilienwirtschaft, wie die schnellere Bearbeitung von Baugenehmigungen, weniger Abstandsflächen und Freiflächenanteile, eine Verringerung des Stellplatzschlüssels oder die verstärkte Einbeziehung des Umlands.

Konkret schlägt der Verband vor, eine Leitlinie für die standardisierte Bauleitplanung bei einfachen Planungssituationen zu verabschieden. Die verkürzten Verfahren sollen durch eine neue bezirksübergreifende Abteilung geprüft und genehmigt werden. So könnten sich die Bezirke intensiver um komplizierte Bebauungsplanverfahren kümmern.

Mehr Urbane Gebiete

Außerdem fordert der Verband mehr Urbane Gebiete in der Stadt. Diese könnten durch die dichtere Bebauung für eine Entlastung sorgen. "Viele Punkte zielen darauf ab, eine höhere Dichte in München zu erreichen", resümiert Hermann Brandstetter, Geschäftsführer der Bayerischen Hausbau und Vorstandsmitglied des BFW Bayern. Dazu gehörten auch mehr Hochpunkte in der Stadt. Die Urbanen Gebiete könnten aber auch in kleineren Städten zu mehr Verdichtung führen, so der BFW. Doch gerade da würde das Instrument noch zu wenig genutzt.

Insbesondere wollen die Wohnungsunternehmen wieder an die städtischen Flächen kommen. Der Stadtrat hatte 2017 beschlossen, dass die Landeshauptstadt keine eigenen Grundstücke mehr verkauft, sondern höchstens im Erbbaurecht vergibt. Da immer weniger private Grundstückseigentümer bereit sind, ihre Flächen zu veräußern, gehen den Projektentwicklern die Grundstücke aus.

Darum soll die Stadt ihre Flächen vermehrt im Rahmen konzeptioneller Ausschreibungen vergeben. Auch Flächen im Erbbaurecht sollten schneller für den geförderten Wohnungsbau und für Genossenschaften aktiviert werden.

Stadt soll ihre Regulierungen zurückfahren

Der BFW will zudem, dass die Stadt in Erhaltungssatzungsgebieten auf ihr Vorkaufsrecht zugunsten der privaten Bestandshalter verzichtet und auch die Milieuschutzgebiete nicht wie geplant weiter ausweitet. Außerdem wird die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) als sinnvolle Maßnahme gelobt. Die Durchführung einer solchen Maßnahme im Münchner Nordosten entfachte jüngst einen heftigen Streit in der Stadtpolitik.

In einem weiteren Schritt will der BFW viele Punkte des Plans auch mit anderen Kommunen in Bayern besprechen. "Es geht überall um das Gleiche", sagte BFW-Bayern-Präsident Andreas Eisele. "Wir versuchen, konstruktiv an den Lösungen mitzuarbeiten", so Eisele weiter. Immer mehr staatliche Regulierung sei nicht der richtige Weg, um die Wohnungsnot in den Griff zu bekommen. Der entscheidende Faktor, um die Lage auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen, sei, mehr Baurecht zu bekommen.

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