Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 10.07.2019

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Hotelinvestmentmarkt zum Halbjahr mit dickem Minus

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Insbesondere in den Großstädten, hier das Hotel Le Meridien in Frankfurt, sind kaum Produkte auf dem Markt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Der Hotelinvestmentmarkt in Deutschland muss im ersten Halbjahr 2019 einen zweistelligen Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbuchen. Die Researcher von CBRE, Colliers und BNP Paribas Real Estate gehen von einem Minus von 14% auf rund 1,6 Mrd. Euro aus, JLL sogar von minus 20% (1,46 Mrd. Euro). Die Ursache ist der Produktmangel, der die eigentlich hohe Investmentbereitschaft lähmt.

Dabei fehlen nicht nur Businesshotels in den Immobilienhochburgen als Produkte, "auch Portfolios und Großdeals konnten nur vereinzelt registriert werden", analysiert René Schappner, Co-Head of Hotel von Colliers International Hotel. Portfolios werden also weiterhin kaum am Markt gehandelt, der Anteil lag bei niedrigen 12%. Die schwedische Pandox-Gruppe kaufte drei Dorint-Hotels in Dortmund, Erfurt und Augsburg für etwas über 100 Mio. Euro, die Plaza Hotelgroup sicherte sich fünf Hotels in Nord- und Ostdeutschland.

Einzelverkäufe machten folglich laut Colliers mit mehr als 1,4 Mrd. Euro den Löwenanteil der Transaktionen aus. JLL summiert diese allerdings nur auf 950 Mio. Euro und stellt fest: "Die Transaktionsvolumina der Jahre 2015 bis 2018 gehören erst einmal der Vergangenheit an", so Stefan Giesemann, Executive Vice President der JLL Hotels & Hospitality Group.

Internationale Käufer agieren bei Hotels offenbar eher zurückhaltend. Ihr Anteil von 37% am Transaktionsvolumen liegt 14% unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Amerikanische und israelische Kapitalquellen waren dabei laut Colliers in der ersten Jahreshälfte besonders stark vertreten.

Ausweichen in B- und C-Städte

Die hohe Renditekompression sowie der Produktmangel in den Metropolen lassen weiterhin Ausweichbewegungen beobachten. "Wer in Hotels investieren möchte, muss zwangsläufig in B- und C-Städte gehen. Und genau das tun die Investoren vermehrt", sagt Olivia Kaussen, Head of Hotels bei CBRE in Deutschland. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 sei der Marktanteil der Top-Sieben-Städte um 40 Prozent auf 53% zurückgegangen. Rund 750 Mio. Euro wurden laut Colliers außerhalb der sieben größten Investmentzentren platziert. Beispieltransaktionen sind das Mariott-Hotel des World Conference Centers in Bonn sowie das Westin Bellevue in Dresden.

Einige Analysten sagen eine "dynamische zweite Jahreshälfte" voraus. CBRE geht von einem Ganzjahrestransaktionsvolumen auf dem Hotelmarkt von knapp 4 Mrd. Euro aus, was in etwa dem Vorjahr entspricht. Das Vorjahresniveau erwartet auch Colliers. JLL prognostiziert dagegen nur rund 3 Mrd. Euro.

Transaktion: Augsburg, Imhofstraße 12
Transaktion: Zwickau, Olzmannstraße 57

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!