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Märkte | 08.07.2019

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Institut für Demoskopie Allensbach
  • Immobilienart:
    Wohnen

Zufriedenheit der Mieter geht laut Allensbach zurück

Immobilien Zeitung, Urheberin: Jutta Ochs
Mieter in Neubau- und Bestandswohnungen sind zunehmend unzufrieden - nicht nur wegen der Miethöhe.

Immobilien Zeitung, Urheberin: Jutta Ochs

Die Zufriedenheit von Mietern ist laut einer Umfrage des Allensbach Instituts im Auftrag des Investmentunternehmens Wertgrund in den vergangenen drei Jahren zurückgegangen. Besonders gehäuft haben sich die Beschwerden bei technischen Leistungen und der Verwaltung.

Die Zufriedenheit der Mieter in Deutschland ist in den vergangenen drei Jahren recht deutlich gefallen. Der von Allensbach ermittelte Mieterzufriedenheitsindex auf einer Skala von 0 bis 100 ist von 72 Punkten im Jahr 2016 auf einen Wert von 67 Punkten in diesem Jahr gesunken. Das bedeutet einerseits, dass die große Mehrheit der Mieter trotz der vielen Proteste gegen steigende Mieten insgesamt eher zufrieden mit der eigenen Lage ist. Es ist aber auch eine deutliche Verschlechterung von umgerechnet minus 6,9%. Dabei hat die Unzufriedenheit der befragten Mieter aber offenbar nicht hauptsächlich mit der Miethöhe zu tun.

Miethöhe ist für 41% eine Belastung

Insgesamt sei die Durchschnittsmiete laut Allensbach von 2016 bis 2019 von 673 Euro auf 690 Euro gestiegen, das bedeutet ein moderates Plus von 2,5%. In den Metropolen wird ein Anstieg von 3,4% berechnet. Unter den Befragten waren sowohl Bestands- als auch Neumieter. 41% (2016: 40%) gaben an, die Miete sei eine große oder sogar sehr große Belastung für sie. Besonders unzufrieden sind aber laut Umfrage immer mehr Mieter mit dem technischen Zustand ihrer Wohnung und mit den Leistungen der Hausverwaltungen. Spekuliert wird, dass mit den erhöhten Mieten auch eine steigende Erwartungshaltung an Service einhergeht, die aber nicht befriedigt wird.

Verbessert hat sich seit 2016 indes nur einer der acht Werte im sogenannten Zufriedenheitsindex: Mieter haben inzwischen viel weniger Angst vor Wohnungseinbrüchen. Sehr eindeutig ist die Antwort auf die Frage, ob die Politik dem Thema Mieten genügend Aufmerksamkeit widmet: 78% sagen nein, da müsse noch mehr getan werden.

Befragt wurden Anfang April dieses Jahres 1.308 Personen ab dem Alter von 16 Jahren. Davon lebten 632 Personen in den eigenen vier Wänden, in die Analyse zur Mieterzufriedenheit gingen also nur 666 Teilnehmer ein. Laut Allensbach Institut ist die Studie dennoch repräsentativ.

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