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Märkte | 05.07.2019

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Nachfrageüberhang bei Logistik wird immer größer

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thomas Hilsheimer
Der Mangel an Angeboten drückt die Transaktionen am Logistikmarkt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thomas Hilsheimer

Der Produktmangel bestimmte entscheidend den Markt für Logistikimmobilien im ersten Halbjahr 2019. Gegenüber der ersten Jahreshälfte 2018 ging das Transaktionsvolumen laut Colliers International um knapp 22% auf rund 2,5 Mrd. Euro zurück. CBRE notiert sogar einen Rückgang um 34% auf 2,3 Mrd. Euro. JLL berechnet dagegen mit 2,8 Mrd. Euro ein Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Einig sind sich aber alle Researcher: Während die vergangenen Jahre noch von großen, teilweise milliardenschweren Portfoliodeals geprägt waren, verhält sich der Markt 2019 deutlich zurückhaltender. Insgesamt rund 953 Mio. Euro bzw. 38% des gesamten Transaktionsvolumens entfielen laut Colliers auf Paketkäufe. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei rund 56%. Im Rekordjahr 2017 machten Portfolios sogar rund 71% des gesamten Umsatzes aus.

Nur ein Großportfolio im Quartal

Im zweiten Quartal 2019 wurde lediglich ein größerer Portfoliodeal registriert. Der britische Asset-Manager GreenOak Real Estate und Apeiron erwarben im Rahmen eines Joint Ventures mit einem koreanischen Investor drei Logistikimmobilien (Ostbayern, Karlsruhe und Dortmund), die langfristig an Unternehmen aus dem Automobil- und E-Commerce-Sektor vermietet sind. Das sogenannte Blue-Ship-Portfolio ist für rund 350 Mio. Euro veräußert worden. Besonders bei Portfolios jenseits der 100 Mio. Euro ist das Angebot knapp, konstatiert CBRE-Logistikinvestmentchef Kai Oulds. Dies führe dazu, dass Objekte unterhalb von 15 Mio. Euro auf den Schirm kämen, die bis vor kurzem noch für viele Investoren uninteressant waren.

Spitzenrediten sinken erstmals unter 4%-Marke

Wegen des hohen Nachfragedrucks sind die Spitzenrenditen weiter gesunken. Sie haben innerhalb eines Jahres um 35 Basispunkte nachgegeben und liegen Ende Juni bei 3,9%, sagt Timo Tschammler, CEO JLL Germany. Damit bewegte sich die Spitzenrendite im Logistiksegment laut JLL und CBRE erstmals in der Geschichte unter der 4%-Marke. Vor allem das internationale Kapital sei aber bereit, tief in die Tasche zu greifen. Der Anteil ausländischer Investoren auf dem deutschen Logistikmarkt erreichte im ersten Halbjahr laut Colliers 61% (JLL: 55%). Das ist deutlich mehr als im Durchschnitt über alle Assetklassen (34%). Der Anteil von Logistik- und Industrieimmobilien am gesamten Transaktionsvolumen auf dem Gewerbesektor (32,2 Mrd. Euro) betrug nach den ersten sechs Monaten 9% (JLL).

Die Jahresprognosen für Logistik sind laut JLL und CBRE schwer abschätzbar. Hubert Reck, Logistikinvestmentchef bei Colliers, sagt einen weiteren Anstieg des Marktanteils der Industrieimmobilien voraus, die jetzt bereits knapp ein Drittel ausmachen.

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