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Unternehmen | 04.07.2019

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Bosch versteigert 1.000 Wohnungen in Wetzlar und Umgebung

Von rund 1.000 Wohnungen sowie einigen unbebauten Grundstücken im mittelhessischen Wetzlar und an benachbarten Standorten will sich der Industriekonzern Bosch trennen. Es handelt sich um den Immobilienbestand des Stahl- und Heizungsunternehmens Buderus.

Auf dem mittelhessischen Immobilienmarkt bahnt sich eine Umwälzung an. Derzeit bereitet der Mischkonzern Bosch den Verkauf seines Tochterunternehmens Buderus Immobilien vor. Das betrifft unbebaute Grundstücke mit insgesamt rund 6,8 ha sowie einen Bestand von rund 1.000 Wohnungen, davon 600 in Wetzlar, 200 in Lollar und die restlichen verteilt auf weitere einstige Standorte des Stahl- und Heizungskonzerns Buderus.

Verkauf in zwei Auktionen

Bosch hatte das Unternehmen im Jahr 2003 übernommen und damit auch Buderus Immobilien. Der Geschäftszweig firmiert heute als Bosch Thermotechnik. Bosch will sich mit diesem Schritt von den Immobilien trennen, in denen der Konzern kein für sich zentrales Geschäftsfeld mehr sieht. Geplant ist der Verkauf in zwei Paketen geplant, Wohnungsbestand und freie Grundstücke getrennt. Dafür sind Auktionsverfahren mit beschränktem, bereits ausgewähltem Bieterkreis vorgesehen, die im Juli 2019 anlaufen sollen. Bis zum Ende des Jahres sollen die Kaufverträge unterzeichnet werden.

Bei den Wohnobjekten handelt es sich mehrheitlich um Sechsfamilienhäuser, die laut Bosch einen geringen Leerstand aufweisen, in einem guten Zustand und zu marktüblichen Preisen vermietet sind. Die rund zehn Einfamilienhäuser im Bestand sollen an die derzeitigen Mieter verkauft werden. Insgesamt sei man an einem sozialverträglichen Übergang der Mietobjekte und an einer Übernahme der 13 Mitarbeiter von Buderus Immobilien durch den neuen Eigentümer interessiert, heißt es von Bosch. Nur auf einem kleinen Teil der unbebauten Grundstücke bestehe Baurecht, auch Ackerland und Verkehrsflächen seien darunter. „Einige Grundstücke weisen Entwicklungspotenzial auf“, sagt Buderus-Sprecher Thomas Pelizaeus. Größere Flächen, auf denen Wohnungsbau möglich war, hatte Buderus Immobilien bereits in den vergangenen Jahren entwickelt und an Bauherren veräußert.

Längst keine Werkswohnungen mehr

Buderus Immobilien ist aus dem Wetzlarer Bauverein hervorgegangen, den 1901 mehrere Industrieunternehmen gegründet hatten, um Werkswohnungen zu errichten. Seit mehreren Jahrzehnten ist das Unternehmen aber auch unabhängig davon als Bestandshalter, Flächen- und Projektentwickler aktiv. Die letzten Neubauten wurden im August 2017 fertiggestellt. Nach Angaben von Bosch sind rund ein Drittel der Bestandsmieter ehemalige oder aktuelle Mitarbeiter.

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