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Digitales | 02.07.2019

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    EU-Kommission, Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS)
  • Personen:
    Jean-Claude Juncker, Rudy Aernoudt

EU-Chefökonom fordert mehr Lobbyarbeit der Immobilienbranche

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler
Gute Lobbyarbeit ist nicht schwer, findet EU-Chefökonom Rudy Aernoudt (rechts).

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Wenn die Immobilienwirtschaft Datenstandards festlegen will, muss sie selber aktiv werden, sagte der EU-Chefökonom Rudy Aernoudt auf der Mipim Proptech in Paris. Die Wahl des neuen Kommissionspräsidenten biete dazu ein einmaliges Zeitfenster.

"Einen Brief an den Kommissionspräsidenten zu schreiben, bringt einer einzelnen Branche nichts, denn der Präsident befasst sich überhaupt nicht mit den Anliegen einzelner Lobbygruppen", stellte Rudy Aernoudt, der oberste Wirtschaftsberater der EU-Kommission, auf der Mipim Proptech in Paris fest. "So funktioniert Lobbyarbeit einfach nicht."

Der Wirtschaftsprofessor begegnete damit einem Einwand seitens eines Vertreters des Immobilienverbands RICS. Der hatte einen Brief mit der Bitte um mehr Harmonisierung von Immobiliendaten an den scheidenden Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker gesandt und daraufhin eine ziemlich lapidare Antwort erhalten.

Neuwahl des Kommissionspräsidenten schafft ein Zeitfenster für Vorschläge

"Warten Sie nicht auf die EU, wenn Sie den Wunsch nach mehr Harmonisierung in ihrem Sektor haben, werden sie selbst aktiv", fügte Aernoudt hinzu. "Ich bin nur ein einfacher Bürokrat und für jeden Vorschlag dankbar. Sie haben jetzt ein einmaliges Zeitfenster, bis im November der neue Kommissionspräsident die Arbeit aufnimmt. So eine Möglichkeit gibt es dann fünf Jahre lang nicht mehr."

Drei Voraussetzungen sieht Aernoudt dafür, dass Anliegen von Lobbygruppen in der Arbeit der Kommission berücksichtigt werden. "Die Immobilienbranche muss wissen, was sie will. Sie muss sich darüber auf europäischer Ebene einig sein. Und sie sollte sich fragen, was sie dabei für Europa tun kann." Ideen, die Nachhaltigkeit oder sozialen Ausgleich fördern, seien immer willkommen, fügte der Chefökonom hinzu. "Der Gewinn in einzelnen Branchen ist für uns dagegen kein Entscheidungskriterium."

Die zweitägige Mipim Proptech Paris endet heute Abend. Mit mehr als 2.000 Teilnehmern ist sie die größte Proptech-Networking-Veranstaltung auf dem europäischen Kontinent und auf Augenhöhe mit der Londoner Future Protech.

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