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Märkte | 02.07.2019

Von Robin Göckes

In diesem Artikel:

Transaktionsvolumen mit Pflegeimmobilien steigt weiter

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Werden neue Pflegeheime gebaut, kommen immer öfter Privatinvestoren zum Zug.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Pflegeheime und Betreutes Wohnen stehen bei Investoren weiter hoch im Kurs. In den ersten sechs Monaten des Jahres verzeichnet NAI apollo ein Transaktionsvolumen von 840 Mio. Euro. Künftig könnten kleinere Standorte und das Geld von Privatanlegern zur weiteren Entwicklung beitragen.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 wechselten Gesundheitsimmobilien im Wert von 840 Mio. Euro den Besitzer. Das ist das Ergebnis einer Analyse von NAI apollo. Demnach ergibt sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beim Transaktionsvolumen ein Plus von 3,8%.

Das Immobilienberatungsunternehmen geht davon aus, dass sich die Dynamik des ersten Halbjahres auch in den folgenden Monaten fortsetzen wird und prognostiziert für das Gesamtjahr 2019 ein Investmentvolumen über dem langjährigen Durschnitt in Höhe von rund 1,6 Mrd. Euro. Auch bei der Spitzenrendite erwartet das Beratungsunternehmen keine großen Veränderungen. Zuletzt habe sie recht stabil bei 4,7% gelegen.

Portfolioverkäufer und Einzeldeals ausgeglichen

Anteil am Halbjahresergebnis haben sowohl Portfoliotransaktionen als auch Einzelverkäufe in beinahe gleichem Maße. "Die Verteilung des Transaktionsvolumens nach Größenklassen weist eine annähernd identische Bedeutung der drei Klassen 10 bis 25 Mio. Euro, 25 bis 50 Mio. Euro sowie 50 bis 100 Mio. Euro auf. Die in diesen jeweils erzielten Volumina reichen von rund 240 Mio. Euro bis 250 Mio. Euro, was Marktanteilen von 28,3% bis 29,6% entspricht", erklärt Dr. Konrad Kanzler, Leiter Marktforschung der NAI apollo group.

Angeschaut haben sich die Marktbeobachter auch, woher die Investoren stammen, die sich hierzulande besonders stark für Pflegeimmobilien oder Betreutes Wohnen interessieren. Demnach entfallen 50,9% des gehalndelten Volumens auf Käufer aus Deutschland. Traditionell besonders stark vertreten sind auch wieder Investoren aus Frankreich (16%) und Belgien (15,4%).

Viele verschiedene Eigentümer und Betreiber

Die Eigentümer- und Betreiberstruktur ist auf dem Gesundheitsimmobiliemarkt nach der Analyse von NAI apollo noch immer stark fragmentiert. So bewirtschaften die 100 größten Betreiberketten lediglich 32,6% der für die Analyse ermittelten 885.000 vollstationären Pflegeplätze. Noch kleiner ist die Rolle institutioneller Investoren, die mit ihren Investments lediglich 10,7% des Pflegeplatzbestands halten.

Privatanleger auf dem Vormarsch

Eine "beschleunigte Entwicklung" macht Sebastian Deppe, geschäftsführender Gesellschafter der apollo healthcare GmbH, im Hinblick auf das finanzielle Engagement von Privatpersonen aus. Aktuell entfalle auf Privatanleger, die nach dem WEG-Modell Pflegeapartements erworben haben, gerade einmal ein Marktanteil von 3,3%. Aber: "Nach unserer Beobachtung entsteht mittlerweile nahezu jedes dritte neue Heim im Teileigentumsmodell", so Deppe.

Wachsende Attraktivität - auch außerhalb von A- und B-Städten

Eine wachsende Attraktivität von Pflegeimmobilien machen die Marktbeobachter nicht nur für die etablierten A- und B-Standorte aus, sondern auch in weiteren Teilmärkten. Wachstumspotenziale gebe es etwa auch in vielen C- und D-Märkten sowie an kleinern Standorten bereits ab 10.000 Einwohnern. Begründet wird dies mit dem aufgrund der demographischen Entwicklung erwarteten Anstieg der Nachfrage nach Pflegeplätzen.

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