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Projekte | 01.07.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berlin: Richtfest für 20 Häuser auf einen Schlag

Quelle: Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH
Richtfest für 20 Häuser mit 314 Wohnungen.

Quelle: Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH

Am Rande der Wissenschaftsstadt Adlershof strahlten Politik und Bauherren mit der Sonne um die Wette. Anlass zur Freude: Über gleich 20 Häusern mit 314 Wohnungen, einer Großtagespflege für Kinder sowie einer Quartiersgarage mit 119 Plätzen schwebt der Richtkranz.

Gebaut wird das Johannisgärten getaufte Quartier auf einem 2,6 ha großen Grundstück an der Straße am Flugplatz im Stadtteil Johannistal. 156 der Wohnungen sind gemäß der Kooperationsvereinbarung mit dem Land Berlin für Geringverdiener mit Anrecht auf einen Wohnberechtigungsschein auf eine Miete von 6,50 Euro/qm heruntersubventioniert. Die übrigen Einheiten kosten im Schnitt unter 10 Euro/qm.

Nazidroge "Panzerschokolade"

Errichtet werden die Johannisgärten auf dem Gelände der ehemaligen Chemiefabrik Temmler-Werke, die die Droge Pervitin herstellte. Das von den Nationalsozialisten einst für ihre Soldaten bestellte Aufputschmittel - bekannt als Stuka-Tabletten, Panzerschokolade oder Hermann-Göring-Pillen - wurde insbesondere für die "Blitzkriege" gegen Polen und Frankreich 1939/40 millionenfach eingesetzt. Die Droge unterdrückt Müdigkeit, Hunger und Schmerz und macht abhängig. Nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg nahm das Unternehmen Berlin Chemie in den Werken Quartier. Nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung verfiel das Areal.

20 Häuser in drei Varianten

Die 20 frei stehenden Häuser am Rand des Landschaftsparks Johannisthal gruppieren sich nach Plänen der Berliner Architekten Christoph Roedig und Ulrich Schop um fünf autofreie Innenhöfe. Um den Bruch zu den umliegenden Eigenheimen abzumildern, variieren die Gebäudehöhen zwischen zwei und fünf Etagen - von außen nach innen. Gebaut werden drei Varianten: Sechs Häuser werden in Holzyybridbauweise errichtet, 13 in Massivbauweise und ein Haus in Kombination aus beiden Bauweisen.

Stolz ist die landeseigene Gesellschaft Howoge auf ihr klimafreundliches Energiekonzept. Auf insgesamt sechs Gebäuden befindet sich jeweils eine Fotovoltaikanlage, die Mieterstrom vom eigenen Dach produziert. "Die Strompreise liegen damit rund drei Cent pro Kilowattstunde unter den vergleichbaren Markttarifen und leisten damit einen spürbaren Beitrag zu einer günstigen Gesamtmiete", freut sich Howoge-Geschäftsführer Ulrich Schiller.

Intelligentes Klimakonzept

„In den Wohnungen selbst sorgen dezentrale Wohnungsstationen für die Beheizung sowie die Warmwasserbereitung. Dadurch, dass das Wasser nicht wie üblich zentral auf 60 Grad erhitzt wird, sondern erst bei Bedarf in der Wohnung auf 45 Grad, lasse sich 30% Energie sparen, erläutert Schiller.

Im Sommer 2021 sollen die ersten Bewohner in die Johannisgärten im wachsenden Bezirk Treptow-Köpenick nahe der Wissenschaftsstadt einziehen.

Legende:

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