Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Projekte | 28.06.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Dresden: Grundstein für Quartier Hoym gelegt

Quelle: Arge Quartier III/2, Dähne Architekten, Pfau Architekten, Urheber: Dr. Dähne, Dr. Pfau
Hinter das Polizeipräsidium (das dunkle Gebäude vorne) haben Architekten das Quartier Hoym mit 13 Gebäuden schon mal hineingemalt.

Quelle: Arge Quartier III/2, Dähne Architekten, Pfau Architekten, Urheber: Dr. Dähne, Dr. Pfau

Für eine der letzten großen Baulücken am historischen Dresdner Neumarkt legte der Projektentwickler CG-Gruppe am Donnerstag den Grundstein. Errichtet werden im Quartier Hoym 258 Mietwohnungen, Büros und ein Hostel.

Nur wenige Meter neben der weltberühmten Frauenkirche werden auf dem gut 9.600 qm großen Grundstück zwischen Rampische Straße und Landhausstraße 27.653 qm Mietfläche errichtet. 18.923 qm Fläche entfällt auf 258 Mietwohnungen, 5.579 qm auf 27 Büro- und Gewerbeeinheiten und 3.151 qm auf ein Hostel. 329 Pkw-Stellplätze runden das Vorhaben ab. Das Projekt umfasst laut CG-Gruppe ein Verkaufsvolumen von über 141 Mio. Euro und ist für 120 Mio. Euro an den Asset-Manager Aberdeen verkauft, der das Ensemble im Sommer 2017 im Auftrag eines großen deutschen Versorgungswerks erwarb.

Jahrelanges Hauen und Stechen

Dem Fest und dem Baustart vorausgegangen war ein jahrelanges Hauen und Stechen. Das im sächsischen Rokokostil errichtete Palais Hoym war ein Adelspalast, der sich über mehrere Höfe erstreckte und bis zu seiner vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg als Juwel der Dresdner Altstadt galt. Um das zukünftige Gesicht der Neubauten wurde heftig gerungen.

Schon 2011 zog der damalige sächsische Finanzminister Georg Unland (CDU) mit dem Slogan "Vollenden Sie ein Juwel" über die Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München. Er warb um einen Investor, der die 13 in der verheerenden Bombennacht vom 13. Februar 1945 zerstörten Gebäude direkt angrenzend an das im Stil der Neorenaissance errichtete mächtige Polizeipräsidium in einem Guss unter Berücksichtigung der historischen Vorbilder wiederaufbaut.

Erster Entwurf fiel krachend durch

2016 griff CG-Chef Christoph Gröner zu und erwarb das sogenannte Quartier III/2. Dem Vernehmen nach für 27 Mio. Euro. Doch statt zeitnah loslegen zu können, fiel ein erster Fassadenwettbewerb des umtriebigen Entwicklers in der Politik und in der Öffentlichkeit krachend durch. Viel zu modern für diesen prominenten Ort im Herzen des barocken Dresdens.

In einer zweiten Wettbewerbsrunde setzten sich im Juni 2017 die Entwürfe der Büros Dähne Architekten, Pfau Architekten, Nöfer Architekten, Stellwerk architekten, dd1 Architekten, Seidel + Architekten, Rohdecan Architekten und Blaurock Landschaftsarchitekten durch. Die Pläne fanden sogar vor den Augen der durchsetzungs- und meinungsstarken Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) Gnade. Nöfer sei eine Reminiszenz an die Historie gelungen, die gleichzeitig moderner Nutzung und städtebaulicher Einbindung gerecht werde, urteilte die Jury. Den ausgewählten Entwurf zeichne ein in sich ruhendes Selbstverständnis und gleichzeitig architektonische Raffinesse aus, hieß es seinerzeit. "Die Siegerentwürfe greifen historische Elemente auf, ohne auf Modernität zu verzichten", freute sich der Entwickler. "Heute können wir es nur erahnen, aber wenn in zwei Jahren alles fertig ist, wird das Quartier Hoym eine Perle Dresdens."

Transaktion: Dresden, Rampische Straße

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!