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Märkte | 26.06.2019

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Versicherer werden als Immobilienkäufer risikobereiter

Obwohl die Renditen, die aus Immobilienanlagen gezogen werden können, ständig sinken, haben die deutschen Versicherer ihre eigenen Erwartungen an die zu erzielenden Immobilienrenditen erhöht. Sie gehen dabei mehr Risiken ein als früher. Das geht aus der diesjährigen Befragung von 24 deutschen Versicherern durch die Beratungsgesellschaft EY hervor.

Die Umfrageteilnehmer verfügen über einen Immobilienbestand von rund 100 Mrd. Euro, das entspricht nach Schätzung von EY-Partner Dietmar Fischer zwei Dritteln des gesamten Immobilienvermögens der deutschen Assekuranz. Sie planen für 2019 mit einer Gesamtrendite (Cashflow plus Wertentwicklung) im Direktbestand von 4,51% und bei ihren indirekten Immobilienanlagen mit 4,96%. Beide Werte liegen über denen der Vorjahre.

Gleichzeitig verschieben sich die Präferenzen von Core hin zu riskanteren Risikoprofilen. "Core-plus ist das neue Core", nennt es Fischer. 67% legen dorthin ihren Fokus ("ich stimme zu") und die übrigen 33% zeigen starke Neigungen ("stimme eher zu"). In den Vorjahren hatte sich hingegen stets eine Mehrheit für Core gefunden. Immerhin 45% geben Value-add-Strategien ihre Zustimmung, weitere 25% "stimmen eher zu". In der höchsten Risikoklasse Opportunistisch finden sich zusammengerechnet 34% Befürworter, eine Mehrheit bleibt hier noch zurückhaltend.

Quote liegt jetzt bei 10,3%

Die Immobilienquote der deutschen Versicherer liegt aktuell bei 10,3%, damit ist das Ergebnis erstmals in der Zeitreihe zweistellig. 70% der Befragten rechnen damit, dass sie noch weiter steigt. Dabei wird sich die Verschiebung der Anlageformen von Direktbestand zu indirekten Vehikeln (Fonds, Club-Deals) fortsetzen, erwartet Fischer. Allerdings räumen immer mehr Versicherer ein, dass der Produktmangel und die starke Konkurrenz vor allem von kaufkräftigen Family-Offices ihre Anlagestrategie durchkreuzt: 2019 erklärte nur noch jeder zweite gegenüber EY, er habe im Vorjahr seine Immobilienstrategie weitestgehend umsetzen können. Zuvor waren hier immer Werte von über 50% erreicht worden.

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