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Märkte | 25.06.2019

Von Katja Bühren

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Statistisches Bundesamt (Destatis), Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), Institut für Wirtschaftsforschung (ifo)
  • Personen:
    Felix Pakleppa, Dieter Babiel
  • Immobilienart:
    Wohnen

Bau: Zweistelliges Plus bei Umsatz und Ordereingang

Quelle: Fotolia.com, Urheber: ilkercelik
Die Handwerker auf den Baustellen hierzulande haben alle Hände voll zu tun.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: ilkercelik

Erst vor kurzem hat der Hauptverband der deutschen Bauindustrie (HDB) seine Umsatzprognose für das laufende Jahr deutlich angehoben. Er rechnet jetzt nicht mehr mit einer Zunahme von nominal 6%, sondern von 8,5% (real: plus 3%). Die am heutigen Dienstag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) für Umsatz und Auftragseingang von Januar bis April 2019 bestätigen diese positive Einschätzung.

"Schließlich haben wir in den ersten vier Monaten schon ein Umsatzplus von nominal 17,1% erwirtschaftet", kommentiert Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des HDB, die Zahlen. So legte der baugewerbliche Umsatz gegenüber Januar bis April 2018 auf gut 23,6 Mrd. Euro zu. Preisbereinigt ist das immer noch eine Zunahme von satten 10,6%.

Im Wohnungsbau verbesserte sich der Umsatz von Januar bis April 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16,4% auf gut 6,1 Mrd. Euro, im gewerblichen Hochbau um 13,4% auf etwa 6,36 Mrd. Euro. Der Hochbau insgesamt kommt nach den Destatis-Berechnungen auf einen Umsatz von 14 Mrd. Euro (+14,8%).

Babiel: Trendwende am Bau ist nicht in Sicht

In den kommenden Monaten steht keine Trendwende am Bau an, ist sich Babiel sicher. Denn die Unternehmen haben nach wie vor prall gefüllte Orderbücher: Das Auftragseingangsvolumen legte in den ersten vier Monaten 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um nominal knapp 14% zu (real: plus 7,4%). Im vergangenen April summierte es sich auf 7,6 Mrd. Euro. Das ist der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem April in Deutschland, teilt Destatis mit. "Wenn auch der Wohnungsbau bei den Auftragseingängen 'nur' Zuwächse von 6% aufweist, sehen wir hier keine Trendumkehr", blickt auch Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), positiv gestimmt in die Zukunft der Branche.

Etwas Wasser in den Wein gießt dagegen das Münchner ifo-Institut mit dem monatlich veröffentlichten Geschäftsklimaindex. In der Baubranche ist dieser Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und -erwartungen gesunken: vom diesjährigen Höchstwert im Mai (24,3) auf 22,9 im Juni. Der Grund für den Rückgang: Die befragten Bauunternehmen schätzen sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate schlechter ein als im Monat zuvor.

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