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Unternehmen | 19.06.2019

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    bulwiengesa, HQ Trust, Liqid
  • Personen:
    Harald Quandt, Sven Carstensen, Jochen Butz, Kim Felix Fromm, Christian Schneider-Sickert
  • Immobilienart:
    Wohnen, Gewerbe allgemein

Liqid öffnet Gutverdienern den Zugang zu Profi-Beteiligungen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler
Sven Carstensen, Jochen Butz, Kim Felix Fromm und Christian Schneider-Sickert (v.l.) erläutern die Idee hinter dem neuen Liqid-Angebot.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Der digitale Vermögensverwalter Liqid mit Sitz in Berlin erweitert sein Angebot um Immobilienbeteiligungen, die sonst nur institutionellen Anlegern offenstehen. In Zusammenarbeit mit dem Bad Homburger Multi-Family-Office HQ Trust können Privatanleger ab einem verfügbaren Nettovermögen von 200.000 Euro über eine Fondslösung in Assets aus den Segmenten Core-plus und Value-add investieren.

Das seit 2016 am Markt aktive Fintech Liqid hatte mit HQ Trust bereits ein Produkt für Unternehmensbeteiligungen aufgelegt. Analog ermöglicht das Multi-Family-Office der Familie Harald Quandt, das selbst an Liqid beteiligt ist, den Kunden des Fintechs nun, ihr Geld indirekt in Immobilienfonds von Anbietern zu stecken, die ansonsten nur institutionellen Investoren offenstehen. "Die Zielrendite liegt bei 5% nach allen Kosten", erläutert Jochen Butz, Managing Partner bei HQ Trust. "Wenn der Fondsmanager die Ärmel hochkrempelt, ist das möglich."

Mit Core-Immobilien wäre die Zielrendite nicht erreichbar

Dazu wird das Geld nur in solche Fonds angelegt, die vorwiegend in deutsche Wohn- und Gewerbeimmobilien in guten Lagen der Anlageklassen Core-plus und Value-add investieren. "Außerhalb des Industrieimmobiliensegments sind 5% Gesamtrendite im Core-Bereich derzeit kaum noch zu erzielen", unterstreicht Sven Carstensen, Niederlassungsleiter bei bulwiengesa und Leiter der Bewertungsgesellschaft bulwiengesa appraisal.

Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Anleger, die mindestens 200.000 Euro verfügbares Kapital mitbringen. "Wir würden gerne mit dem Volumen weiter nach unten gehen", sagt Kim Felix Fromm, Geschäftsführer von Liqid Asset Management, "aber unterhalb dieser Grenze werden die regulatorischen Auflagen so groß, dass es sich von der Kostenseite her nicht mehr rechnet. Man könnte fast denken, der Gesetzgeber versucht den Privatanleger von den besonders attraktiven Investments abzuhalten."

Liqid will die Lücke zwischen Hausbank an der Ecke und privatem Vermögensverwalter schließen

Um mangelnden Zuspruch macht sich Liqid dennoch keine Sorgen, mehrere Hundert Kunden haben Liqid in den vergangenen Jahren im Schnitt über 200.000 Euro zur Verwaltung überlassen, das gemanagte Gesamtvermögen nähert sich der Schwelle von 500 Mio. Euro. "Wir haben uns von Anfang als eine digitale Alternative zur Privatbank gesehen", sagt CEO und Liqid-Gründer Christian Schneider-Sickert.

Liqid versuche die Lücke zu schließen, erklärt Schneider-Sickert, die für betuchte Gutverdiender wie Zahnärzte oder Anwälte zwischen der Hausbank an der Ecke und der exklusiven Privatbank besteht. Die wird oft erst ab einem freien Nettovermögen von 1 Mio. Euro aktiv. Durch einen weitestgehend digitalisierten Anlageprozess kommt das Fintech dabei auf eine durchschnittliche Verwaltungsgebühr von 0,72%. Als reinen Robo-Advisor sieht Schneider-Sickert das Unternehmen dennoch nicht, schließlich bleibt durch den begrenzten Kundenkreis eine persönliche Beratung weiterhin möglich.

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