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Märkte | 19.06.2019

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), Bundesregierung Deutschland, Statistisches Bundesamt (Destatis), FDP, ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss
  • Personen:
    Andreas Mattner
  • Immobilienart:
    Wohnen

Weniger Wohnungen genehmigt

Quelle: Pixabay, Urheber: stux
Obwohl viele neue Wohnungen gebraucht werden, ist die Zahl der Baugenehmigungen gesunken.

Quelle: Pixabay, Urheber: stux

Wohnungen bleiben weiterhin ein knappes Gut. Das belegt die Zahl der Baugenehmigungen: Diese ist zurückgegangen, statt nach oben, wie es erforderlich wäre, um mehr Wohnraum zu schaffen.

In den ersten vier Monaten 2019 erteilten die Behörden weniger Baugenehmigungen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Sie gaben grünes Licht für 105.800 Wohnungen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 1.500 oder 1,3% weniger als von Januar bis April 2018.

Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Zweifamilienhäusern aus (-5,2%). Bei Mehrfamilienhäusern sank die Zahl um 0,5% auf 5.654 Vorhaben. Einzig bei den Einfamilienhäusern verzeichnet die Statistik eine Zunahme um 2,2% auf 29.013 Einheiten.

Nach Schätzungen von Politik und Verbänden müssten jedes Jahr mindestens um die 375.000 Wohnungen entstehen, um den Engpass am Markt in den Griff zu bekommen. Die Fertigstellungen liegen aber weit darunter. 2018 waren es 285.900. Zum Vergleich: In den 1990er Jahren wurden um die 600.000 Wohnungen realisiert.

Die Regulierung ist schuld

"Die Baupolitik in Deutschland ist größtenteils eingeschlafen", kommentierte Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Für den Rückgang machte Mattner Regulierungen wie Mietpreisdeckel und Modernisierungsstopp verantwortlich. Als Gegenmittel forderte er erneut eine höhere lineare AfA sowie die digitale Bauakte und verlangte von den Bundesländern, nicht weiter an der Grunderwerbsteuerschraube zu drehen.

Der Bund immerhin sieht auf Flächen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Platzpotenzial für rund 20.000 neue Wohnungen. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine parlamentarische Anfrage der FDP hervor. Verantwortlich seien aber die Kommunen. Sie hätten die Planungshoheit. Der größte Teil der Flächen liegt demnach in Nordrhein-Westfalen (195), Sachsen-Anhalt (187) und Baden-Württemberg (106).

Der IVD warnte davor, sich lediglich auf Wohnungsneubau zu verlassen. Stattdesssen sollte der Bestand besser genutzt werden. Außerhalb der Wachstumsregionen gebe es "mehr als 300.000 marktaktive Leerstände mit steigender Tendenz", so Verbandspräsident Jürgen Michael Schick. Die Angabe fußt auf einer Hochrechnung.

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