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Märkte | 18.06.2019

Von Christine Rose

In diesem Artikel:

Deutschland verträgt viele neue Studentenwohnungen

Quelle: Pixabay, Urheber: PactoVisual
Auch Bücher von Studenten brauchen Platz.

Quelle: Pixabay, Urheber: PactoVisual

In Münster ist das Geld von Unternehmen, die in Studentenwohnungen investieren wollen, am besten aufgehoben. Das geht aus einer Untersuchung von bulwiengesa und Union Investment hervor, die Daten für 61 Städte in Deutschland sowie für Dublin, Amsterdam, Paris und Wien umfasst. Schlusslichter im Städteranking ist Trier.

Münster führt in dem Scoring mit 72,6 Punkten vor Köln, Stuttgart, Karlsruhe und Hannover, die wie sechs weitere deutsche Städte auf Werte zwischen 60 und 70 Punkte kommen. Eingeflossen sind in die Bewertung 18 Indikatoren, darunter bereits bestehende sowie geplante Studentenwohnungen in den jeweiligen Städten, die Anzahl der Studierenden und erwartete Studentenzahlen.

Die sieben Top-Standorte Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Düsseldorf sind unter den ersten 20 gelisteten Städten zu finden. Doch "eine ausschließliche A-Stadt-Strategie würde Chancen, die speziell Münster, Karlsruhe, Hannover, Ulm, Braunschweig, Darmstadt oder Koblenz bieten, außer Acht lassen", sagt Felix Embacher, Bereichsleiter bei bulwiengesa.

Sehr unterschiedliche Marktpotenziale

Der Untersuchung zufolge verfügen die 65 Städte über insgesamt rund 338.000 Studentenwohnungen. Das größte Angebot ist in Amsterdam (25.800 Einheiten), Wien und Berlin mit 20.300 bzw. 19.700 Einheiten zu finden. "Mittelfristig werden auch Hamburg und Frankfurt die Schwelle von 10.000 Wohnplätzen überschreiten", heißt es. Für Studentenwohnungen, die - alles inklusive - ab monatlich 500 Euro zu mieten sind, sieht bulwiengesa in den 61 Städten hierzulande ein Marktpotenzial von etwa 67.500 Einheiten. Davon entfallen rund 29.500 auf die sieben Top-Städte. München führt die Riege mit einem Bedarf von knapp 9.000 Wohnungen an, es folgen Köln, Hamburg und Berlin. Rot in Sachen Potenzial wird dagegen für Dresden, Regensburg, Freiburg und Passau gesehen.

Erwartungen an Mieten und Wertsteigerung besser dämpfen

Je teurer, desto geringer das Potenzial. Ohne Zahlen zu nennen, sehen die Autoren das größte Potenzial im Bereich von All-in-Monatsmieten zwischen 400 und 500 Euro. Doch die zu realisieren sei schwer. Oberhalb von monatlich 600 Euro All-in-Miete beziffert bulwiengesa den Bedarf in den sieben Top-Städten auf insgesamt 18.600 Einheiten, davon wiederum braucht es nur etwa 12.700 Studentenwohnungen, die mehr als 700 Euro kosten. Billig ist das für Zimmer, von denen viele nur 20 qm klein ausfallen, alles nicht. Die Autoren der Studie legen Investoren denn auch nahe, zu berücksichtigen, dass sich Studentenwohnen bislang ausschließlich in einer Boomphase zu einer Assetklasse entwickelten. "Mietpreiserwartungen und Wertsteigerungen werden zukünftig eher knapper zu kalkulieren sein, und die Preisdynamik in der Startphase wird nicht im bisherigen Maße beibehalten werden können", sagt Georg-Christian Rueb, Portfoliomanager Micro-Living bei Union Investment.

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