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Märkte | 18.06.2019

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

BNP sieht erste Warnsignale für Münchens Hotelmarkt

Der Münchner Hotelmarkt kommt an seine Grenzen. Trotz neuer Rekorde bei den Übernachtungen stagniert die Auslastungsquote.

Oktoberfest, Messen, Kongresse und eine sehenswerte Stadt: Der Tourismus in München boomt. Im vergangenen Jahr gab es rund 16 Mio. Übernachtungen. Das entspricht einer Steigerung von 10% gegenüber dem Vorjahr. Etwa 7,8 Mio. Besucher zählte die Stadt 2018. Laut City Report Hotelmarkt München von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) liegt München damit auf Platz 9 der meistbesuchten Städte Europas. In Deutschland ist die bayerische Landeshauptstadt die Nummer Zwei hinter Berlin.

Die Zahl der Hotels ist in den vergangenen Jahren entsprechend explodiert. Zwischen 2015 und 2018 kamen nach Berechnungen von BNPPRE etwa 14.000 Hotelbetten neu hinzu. Dennoch kann das Angebot mit der Nachfrage kaum mithalten. Die Auslastungsquote stieg seit 2010 um 3,3 Prozentpunkte auf aktuell 75,6%. Der durchschnittliche Netto-Zimmerpreis liegt bei knapp 128 Euro.

8.500 Hotelbetten in Planung

Allerdings warnt BNPPRE indirekt vor einem Überangebot. BNPPRE-Hotelfachmann Alexander Trobitz äußert angesichts der umfangreiche Entwicklungspipeline erste Bedenken. Schon jetzt mache sich der hohe jährliche Kapazitätszuwachs bei der Auslastungsquote bemerkbar. Diese stagniere trotz der hohen Nachfrage. Dennoch sind im Münchener Stadtgebiet bis einschließlich 2023 etwa 8.500 zusätzliche Hotelbetten in Planung oder im Bau.

Ketten drosseln Expansionstempo

Derzeit sieht Trobitz noch keine Anzeichen für ein Ende der positiven Nachfrageentwicklung auf dem Münchener Hotelmarkt. Er geht von "stabilen beziehungsweise steigenden Performancezahlen" aus. Allerdings gelte das nur bei einer weiterhin robusten gesamtwirtschaftlichen Lage. Zugute komme dem Markt, dass aktuell die Ketten im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren ihr Expansionstempo deutlich gedrosselt haben.

Investoreninteresse nach wie vor hoch

Die Nachfrage der Investoren sei aber unverändert hoch. Im vergangenen Jahr ermittelte BNPPRE einen Investmentumsatz bei Hotels von 541 Mio. Euro. Damit habe München den langjährigen Durchschnittswert um gut 30% übertroffen. Zwischen 2010 und 2018 wurden jährlich im Schnitt etwa 423 Mio. Euro in Münchener Hotelimmobilien investiert.

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