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Unternehmen | 17.06.2019

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Claus Wisser kauft für 1 Mio. Euro Deutsche-Wohnen-Aktien

Der Gründer der Wisag-Gruppe und Aufsichtsrat der Deutschen Wohnen, Claus Wisser, hat vergangene Woche Aktien der Wohn-AG im Wert von knapp 1 Mio. Euro erworben - als Maßnahme zur Stärkung der Moral, sagt er.

Der Kurs der Deutschen Wohnen war nach der Ankündigung des Berliner Senats, alle Bestandsmieten für fünf Jahre einfrieren zu wollen, am 6. Juni stark unter Druck geraten. Nachdem das Papier zuvor bei über 42 Euro notierte, fiel es zeitweise auf 35,33 Euro. Wisser stieg am 11. Juni bei 35,51 Euro ein. Seitdem hat sich der Kurs weiter leicht erhöht - auf aktuell rund 37 Euro.

Normalerweise beteilige er sich nicht an Unternehmen, in denen er eine Aufsichtsratsposition einnehme, erklärte Wisser auf Anfrage der Immobilien Zeitung. Diesmal habe er eine Ausnahme gemacht: "Das Unternehmen ist in einem exzellenten Zustand. Die Wohnungen stehen mit 1.800 Euro/qm in der Bilanz, die Durchschnittsmiete liegt bei 6,62 Euro/qm, der Konzern wird ordentlich geführt. Die Rendite der Deutschen Wohnen ist heute schon in Ordnung - daran würde sich selbst dann nichts ändern, wenn jetzt wirklich die Berliner Mieten fünf Jahre lang nicht erhöht würden. Für den Aktienkauf habe ich mich relativ spontan entschieden, als eine Art Stützungsmaßnahme für die Moral der Truppe."

Wisser hat eine alternative Idee, um günstige Wohnungen zu schaffen

Der viel diskutierte Berliner "Mietendeckel" soll morgen in einem Eckpunktepapier vorgestellt werden und nach Aussagen des Senats den Mietern in der Hauptstadt eine Atempause vor ständig steigenden Wohnkostenbelastungen verschaffen. Für die Beseitigung des Mangels an günstigen Wohnungen hätte Wisser selbst eine ganz andere Idee. Dafür sei allerdings ein neuer Kurs in der Wohnungsbaupolitik nötig, sagt der Unternehmer: "Steuern sind ein gutes Steuerungsmittel. Hohe Sonderabschreibungen, wie seinerzeit in Ostdeutschland, verbunden mit Mietpreisbindungen - eine solche Maßnahme würde genügend Kapital für bezahlbare Neubauwohnungen mobilisieren."

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