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Politik | 17.06.2019

Von Christine Rose

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Berlin
  • Organisationen:
    GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen
  • Personen:
    Axel Gedaschko, Svenja Schulze
  • Immobilienart:
    Wohnen

GdW-Präsident kritisiert Stückwerk-Politik

"Schlecht gemachtes Stückwerk" und "Placebomaßnahmen" wirft Axel Gedaschko, Präsident des Wohnungswirtschaftsverbands GdW, Politikern vor. Das Ergebnis sei, dass zu wenige Wohnungen - vor allem zu wenige geförderte - gebaut werden und Deutschland seine Klimaschutzziele grandios verfehle. Das aufzuholen, koste viel Geld und bedarf neuer Denkansätze, betont Gedaschko. Einen Mietendeckel wie in Berlin hält er für eine schlechte Lösung.

Gedaschko forderte während der GdW-Jahrespressekonferenz Bund, Länder und Kommunen dazu auf, ihre Maßnahmen aufeinander abzustimmen und ein konstruktives Lösungspaket zu erarbeiten. Den geplanten Mietendeckel sieht er als weiteres Beispiel für "schlecht gemachtes Stückwerk". Er reduziere Wohnungsunternehmen und anderen Vermietern und Investoren die finanziellen Mittel, eben in Neubau und energetische Maßnahmen zu investieren.

Der Bund stelle den Bundesländern derzeit jährlich 1,5 Mrd. Euro für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung, doch in Berlin seien in den vergangenen zwölf Jahren gerade einmal 12.880 geförderte Wohnungen entstanden. "Die Berliner Politik hat komplett versagt bei der Finanzierung des geförderten Wohnungsbaus. Und ausgerechnet in dieser Stadt wird nun über Enteignung und Mietendeckel diskutiert", empört sich Gedaschko.

Der GdW-Chef ermahnte die Politik, Themen wie Klimaschutz, bezahlbares Wohnen und Neubau "zusammen zu denken". Um die im von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) geplanten Klimaschutzgesetz festgesteckten Ziele zu erreichen, müssten rund 26 Mrd. Euro jährlich in Wohngebäude investiert werden. "Und das ist weder für den Vermieter rentierlich, noch zahlt sich das für Mieter aus", betont Gedaschko.

Vorbild Österreich

Wie also Klimaschutz, Neubau und bezahlbares Wohnen unter einen Hut bekommen? Gedaschko lenkt den Blick nach Österreich, wo 1% des Bruttolohns - getragen jeweils zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern - als Wohnbauförderungsbeitrag in einen Fonds fließen. 1,1 Mrd. Euro kämen so jährlich zusammen, "in Deutschland wären das 13,7 Mrd. Euro", sagt der GdW-Präsident. "Damit kann man Dringliches wie Neubau und Klimaschutzmaßnahmen fördern."

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