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Projekte | 14.06.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Unibail-Rodamco-Westfield cancelt Shoppingmall in Osnabrück

Quelle: Unibail-Rodamco-Westfield, Urheber: kadawittfeld
Das Außendesign des Oskar kommt vom Architekturbüro kadawittfeld.

Quelle: Unibail-Rodamco-Westfield, Urheber: kadawittfeld

Mit Verweis auf die deutlich gestiegenen Baupreise hat Unibail-Rodamco-Westfield den Bau der Shoppingmall Oskar in Osnabrück abgesagt. Man sei offen für die alternative Planung eines gemischt genutzten Konzepts und halte am Standort Osnabrück fest. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sieht sich in seinen frühen Zweifeln an der Projektrealisierung bestätigt und will nun Wohnungen bauen.

Heute Vormittag verschickte Unibail-Rodamco-Westfield (URW) ein Statement von Andreas Hohlmann raus, nach dem "das Unternehmen das Shoppingcenter-Projekt Oskar am Osnabrücker Neumarkt in der bisher geplanten Form nicht weiter verfolgen wird". Der Vorsitzende der Geschäftsleitung von URW Germany "strebt stattdessen fortan die Entwicklung einer gemischt genutzten Immobilie an".

Durch hohe Baukosten nicht mehr wirtschaftlich

Begründet wird die Absage der Realisierung eines reinen Shoppingcenters mit den deutlich gestiegenen Baukosten - parallel zur langen Entwicklungsphase, die durch ein Normenkontrollverfahren zusätzlich gestreckt wurde. Aus dem Hause URW heißt es, die Vermietung der geplanten 16.500 qm Verkaufsfläche sei so erfolgreich gewesen, dass man das Projekt mit seinen etwa 80 Läden auf drei Geschossen realisiert hätte - wenn nicht die Baukosten die Wirtschaftlichkeit so massiv tangiert hätten. So seien Generalunternehmer kaum bereit, ein verbindliches Budget für mehr als acht Wochen verbindlich zuzusagen.

Den Bauantrag hatte URW im Juni 2018 eingereicht. Eine Baugenehmigung war bis dato nicht erteilt worden, da es etwa noch Nachforderungen der Stadt in Sachen Brandschutz gab.

Gespräche über ein Mixed-Use-Konzept

Hohlmann will nun Gespräche über die Entwicklung eines Mixed-Use-Konzepts mit der Stadt führen. So war zu hören, dass der Verzicht auf das zweite Untergeschoss - bis dato als Parkdeck vorgesehen - sowie die Überbauung eines reduzierten Einzelhandelssegments mit Wohnungen zu erheblichen Baukosteneinsparungen führen würden.

Auch die Beimischung von Büroflächen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen - wie etwa beim Großprojekt Westfield Überseequartier Hamburg - wird bei den anstehenden Gesprächen sicher eine Rolle spielen.

"Große Teile des Rats waren blauäugig"

Da die Grundstücke URW gehören, werde man sich mit den Investoren rasch an einen Tisch setzen müssen, erklärte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) in einem ersten Statement. "In einem Telefongespräch hat mich Andreas Hohlmann am Donnerstag darüber informiert, dass das geplante Shoppingcenter in Osnabrück nicht realisiert werde, obwohl schon eine mittlere zweistellige Millionensumme investiert sei." Griesert verwies auf seine frühe Skepsis, empfahl jedoch konstruktiv "nach vorne zu blicken und nicht zu kritisieren, dass große Teile des Rates wohl doch zu blauäugig waren und auch der Investor sich verrechnet hat".

Die Altbauten würden wohl aus formalen Gründen in den nächsten zwei, drei Jahren nicht abgerissen. Griesert will sich dafür einsetzen, "dass eine große Anzahl bezahlbarer innerstädtischer Wohnungen" entstehen.

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