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Projekte | 13.06.2019

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Eine Arena für 23.000 Zuschauer am Frankfurter Flughafen

Eine Investorengruppe will am Frankfurter Flughafen eine Multifunktionsarena für bis zu 23.000 Zuschauer verwirklichen. Obwohl sich das 300-Mio.-Euro-Projekt in einer sehr frühen Phase befindet und ähnlichen Plänen am Kaiserlei zuwider läuft, ist von einem Betriebsbeginn bereits 2023 die Rede.

Die seit rund 20 Jahren andauernde und bis heute ergebnislose Debatte über eine weitere Multifunktionsarena für Frankfurt ist um eine Variante reicher geworden. Eine Investorengruppe um die kanadische Katz Group hat jetzt ein Areal am Nordrand des Frankfurter Flughafens vorgeschlagen und will rund 300 Mio. Euro in das Vorhaben stecken. Unmittelbar neben dem bestehenden Parkhaus des Büro- und Hotelgebäudes The Squaire, zwischen Autobahn 3 und Bundesstraße 43, sind drei Baukörper vorgesehen: die eigentliche Arena für 23.000 Zuschauer unter dem Namen The Dome, ein Hotel und ein kleineres Gebäude namens Forum. The Dome soll bereits 2023 in den Betrieb gehen. Den gesamten Komplex will die Katz Group, die in Kanada sowohl in die Sport- und Unterhaltungsbranche als auch in Immobilien investiert, im eigenen Bestand halten.

Verhandlung über Fläche steht ganz am Anfang

Die nötige Fläche wollen die Investoren vom Flughafenbetreiber Fraport als Erbbaugrundstück erhalten. Fraport betonte aber gegenüber lokalen Medien, dass die entsprechenden Verhandlungen ganz am Anfang stünden. Eingebunden in das Vorhaben sind GBP Architekten, Berlin, und die Frankfurter WPV Baubetreuung, deren geschäftsführender Gesellschafter Michael Felka als Architekt an der Planung von The Squaire beteiligt gewesen war.

Die Stadt Frankfurt favorisiert indes seit einigen Jahren einen Standort am Kaiserlei im Südosten der Stadt und damit an der Grenze zu Offenbach. Dort sind mit einer Bietergemeinschaft aus Langano und Lagardère Sports ebenfalls Investoren gefunden. Sie rechnen mit bis zu 150 Mio. Euro Investitionssumme für ihre Arena mit maximal 13.000 Zuschauern. Derzeit stecken die Verhandlungen über das Kaiserlei-Projekt an der Frage fest, ob die Stadt Frankfurt eine Bürgschaft für dessen Finanzierung eingeht. Die Katz Group versteht ihren Vorschlag als Alternativentwurf: Wenn die Entscheidung für den Standort Kaiserlei falle, werde es keine zusätzliche Arena am Flughafen geben.

Stadtverwaltung äußert sich skeptisch

Zum Katz-Vorhaben äußerten sich Vertreter der Stadtverwaltung zurückhaltend. Eine Sprecherin des zuständigen Sportreferats wies gegenüber dem Hessischen Rundfunk auf bautechnische und -rechtliche Hindernisse hin, darunter die nötige Überbauung der Bundesstraße, die Nähe zur Fernbahnstrecke Köln-Frankfurt und die Rodung eines Waldgebiets. In jedem Fall sei eine Fertigstellung bis 2023 "schlicht illusorisch".

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