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Märkte | 13.06.2019

Von Christine Rose

In diesem Artikel:

Kräftiger Zuzug ins Umland von Großstädten

Quelle: Pixabay, Urheber: stux
Im Kreis Erding ist die Einwohnerzahl zwischen 1995 und 2017 um knapp ein Drittel auf 137.000 Menschen gestiegen.

Quelle: Pixabay, Urheber: stux

Die Einwohnerzahl in den meisten Städten hierzulande ist in den vergangenen Jahren gestiegen, die in der Mehrzahl der ländlichen Regionen gesunken. Das geht aus einer Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor. Darüber hinaus ist das Umland von prosperierenden Großstädten deutlich stärker gewachsen als die Großstädte selbst.

Das BBSR hat eine interaktive Landkarte auf seiner Website veröffentlicht, aus der die Bevölkerungsentwicklung aller Kreise und kreisfreien Städte zwischen 1995 und 2017 hervorgeht. Die Auswertung basiert auf der Bevölkerungsfortschreibung der Statistischen Ämter von Bund und Ländern, bereinigt um die Zensusergebnisse im Mai 2011. Demnach stieg die Bevölkerungszahl im städtischen Raum um rund 2,2 Mio. Menschen (4,1%), der ländliche Raum verlor 825.000 Einwohner (-3%). Die Mehrzahl der Kreise gewann laut BBSR-Auswertung Einwohner hinzu: insgesamt 227, davon 136 städtische und 91 ländliche Kreise. Der Menschen weniger wurde es im selben Zeitraum in 62 städtischen und 112 ländlichen Kreisen. Als städtisch definiert das BBSR alle kreisfreien Großstädte und - nach Merkmalen wie Einwohnerdichte - städtische Kreise.

Um München herum viele Zuzügler

Auffallend ist beim Klicken über die interaktive Karte, dass vor allem das Umland einiger prosperierender Großstädte deutlich zugelegt hat: In München stieg die Einwohnerzahl zwischen 1995 und 2017 um gut 18% auf knapp 1,5 Mio. Euro - was getoppt wurde von den Entwicklungen in Erding (31,5%), Ebersberg (28,4%), Freising (27,2%), Dachau und dem Kreis München (jeweils 25%) sowie Landsberg am Lech (20,2%). Auch um Berlin herum war das Plus stärker als in der Bundeshauptstadt selbst: Während Berlin um 5,6% zulegte, stieg die Einwohnerzahl in Potsdam-Mittelmark um knapp 27% und auch in recht dünn besiedelten Kreisen wie Havelland sowie Oberhavel - vor allem dank des per Bahn gut an Berlin angebundenen Oranienburgs - um 22% bzw. 23,6%.

Andere ländliche Regionen, vor allem im Osten Deutschlands, verloren viele Einwohner: Etwa ein Viertel weniger als im Jahr 1995 waren es 2017 beispielsweise in den Kreisen Oberspreewald-Lausitz, Görlitz, Uckermark und Prignitz und in Frankfurt an der Oder.

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