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Projekte | 13.06.2019

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:

Wohninvest macht 30 Mio. Euro für Bremer Fußballarena locker

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Nicolas Katzung
Noch trägt die Heimstätte des SV Werder Bremen den Namen Westerstadion. Ab der nächsten Spielzeit heißt es Wohninvest Weserstadion.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Nicolas Katzung

Die Wohninvest Holding aus Fellbach hat die Namensrechte am Bremer Weserstadion gekauft. Allerdings nur für den Vornamen. Künftig heißt die traditionsreiche Spielstätte des SV Werder Bremen wohninvest Weserstadion.

Auch die Proteste der Werder-Fans konnten am Ende nichts bewirken: Ab der kommenden Spielzeit der Fußball-Bundesliga läuft die Mannschaft der SV Werder Bremen im Wohninvest Weserstadion auf.
Am Donnerstagnachmittag veröffentlichten der SV Werder Bremen und die Wohninvest Holding aus Fellbach eine gemeinsame Erklärung, nachdem bereits vor wenigen Wochen das Vorhaben durchgesickert war - und auf erhebliche Proteste bei den Bremer Fans stieß. Nicht allein der Verkauf der Namensrechte stieß bei ihnen übel auf, sondern dass ausgerechnet ein Immobilienunternehmen als Namensgeber auserkoren wurde. "Das steht für Verdrängung. Es ist eine Firma, die mit Mieten spekuliert. Wir finden, dass man das kritisieren muss", zitierte die Syker Kreiszeitung einen Fansprecher.
"Immobilienhaie für Fischstäbchen"
Bei einer Demonstration vergangene Woche prankten Slogans wie "Immobilienhaie für Fischstäbchen" oder "Krieg den Palästen, Friede den Stadien" auf den Protestschildern der etwa 500 Fans, die von der Bremer Innenstadt zum noch Weserstadion genannten Fußballarena marschierten. Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry betont, dass es gelungen sei zumindest den Zusatz Weserstadion zu erhalten: "Es war uns wichtig, einen Partner zu finden, der sich neben den eigenen Interessen auch mit dem Namen Weserstadion identifiziert." Die Kooperation verschaffe den notwendigen finanziellen Spielraum, um den Verein weiterzuentwickeln
Rund 30 Mio. Euro macht Wohninvest für die Namensrechte locker. Der Vertrag läuft über zehn Jahre. "Uns eint das Ziel, den SV Werder nach vorne zu bringen und die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen", lässt sich Wohninvest-Chef Harald Panzer in der Pressemitteilung zitieren.
Geld fließt der Stadiongesellschaft zu
Von dem Geld profitiert Werder Bremen aber nur indirekt und nur zum Teil: Die Namensrechte liegen bei der Betreibergesellschaft des Stadions, der Weser-Stadion GmbH, an der die Stadt und der Verein jeweils zur Hälfte beteiligt sind. Die Gesellschaft muss noch gewaltige Kredite für die Modernisierung des Stadions in Höhe von rund 70 Mio. Euro abstottern. Die Wohninvest-Millionen dienen also in erster Linie dazu, dass Werder Bremen als Anteilseigner bei der Darlehenstilgung entlastet wird.

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