Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 12.06.2019

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Colliers: Büromarkt-Crash von 2001 wiederholt sich nicht

Quelle: bulwiengesa RIWIS, Oxford Economics, Colliers International Deutschland Research

Quelle: bulwiengesa RIWIS, Oxford Economics, Colliers International Deutschland Research

Ein Vergleich der Relation von Büroflächenumsätze, Fertigstellungen und Leerständen der Jahre 2000 und 2001 mit den entsprechenden Schätzungen für 2019 und 2020 zeigt eine auffällige Ähnlichkeit der aktuellen Situation mit der Lage kurz vor dem Crash, der im Frühjahr 2000 eine Rezession am deutschen Büroimmobilienmarkt einleitete. Das Maklerunternehmen Colliers International hält eine Wiederholung dieser Ereignisse dennoch für sehr unwahrscheinlich.

2019 wird laut Colliers-Prognose das Verhältnis von Büroleerstand zu Flächenumsatz ein so niedriges Niveau erreichen wie zuletzt im Boomjahr 2000, bevor die Dotcom-Blase platzte. Auch beim Verhältnis von Neubaufertigstellungen zum Gesamtumsatz bietet sich ein Vergleich zu 2000 an. Dieses Verhältnis kehrte sich - aufgrund einbrechender Nachfrage und einer prall gefüllten Neubaupipeline - in den Folgejahren in Richtung Angebotsüberhang um. 2002 und 2003 wurden mehr neue Büroflächen fertiggestellt als vermietet; 2004 lag das Verhältnis von Fertigstellungen zu Vermietungen immer noch bei über 50%. Erst in den Folgejahren fand ein (langsamer) Leerstandsabbau statt und die Bautätigkeit stabilisierte sich auf einem niedrigen Niveau.

Neubau nimmt zu, BIP-Wachstum nimmt ab

2019 nimmt Colliers zufolge der Büroneubau in den sieben Hochburgen erneut Fahrt auf. Gleichzeitig korrigieren Ökonomen ihre Erwartungen an das BIP-Wachstum in Deutschland aufgrund internationaler Probleme für 2019 und 2020 nach unten. Laut Colliers-Prognose wird im Jahr 2021 erneut ein Verhältnis von Fertigstellungen zu Flächenumsatz wie 2004 erreicht sein. Für Colliers-Vermietungschef Wolfgang Speer ist die Kombination dieser Faktoren aber immer noch kein Anlass zur Sorge. Der Bürovermietungsmarkt in den sieben wichtigsten deutschen Großstädten befinde sich weiterhin in einem "grundsoliden Zustand" ohne alle "blasengetriebenen Übertreibungen", so Speer.

Dank des über zehn Jahre anhaltenden Wirtschaftsaufschwungs und der stetigen Zunahme der Bürobeschäftigten habe sich ein hoher Nachholbedarf seitens der Mieter aufgestaut. Ab dem Jahr 2020 werde in Berlin, München, Frankfurt, Hamburg, Köln, Düsseldorf und Stuttgart der Büroleerstand zwar leicht ansteigen, dies entspreche aber eher einer "notwendigen Normalisierung der Marktbedingungen". Mit sinkenden Mieten sei aufgrund der stabilen Flächennachfrage also nicht zu rechnen, vielmehr mit einer "stabilen bis positiven Tendenz".

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!