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Projekte | 11.06.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Berlin
  • Projekte:
    Bauhaus-Archiv Berlin
  • Organisationen:
    Land Berlin, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bauhaus Archiv
  • Personen:
    Volker Staab, Walter Gropius, Klaus Lederer, Monika Grütters, Markus Klimmer
  • Immobilienart:
    Infrastruktur

Berliner Bauhaus-Archiv wird saniert und erweitert

Quelle: Staab Architekten GmbH
Im gut 20 m hohen Glasbau findet der Haupteingang Platz.

Quelle: Staab Architekten GmbH

Pünktlich zum 100. Geburtstag des Bauhaus-Archivs wurde heute Morgen der Grundstein für die Sanierung und Erweiterung der legendären Kunstschule gelegt.

"Zum Jubiläum ist das Bauhaus-Archiv unbehaust", bedauert Markus Klimmer, Vorstandsvorsitzender des Vereins Bauhaus-Archiv. "Aber das ist es uns wert", fügt er tapfer hinzu. Denn: "Der Spatenstich macht ein neues, großes, würdiges Zuhause für die umfangreichste Bauhaussammlung der Welt nun unumkehrbar." 2022 soll der mittlerweile herunter und in die Jahre gekommene Bau größer und schöner wieder Eröffnung feiern.

Entworfen wurde die einst bedeutendste Schule für Architektur und Design des 20. Jahrhunderts vom berühmten Architekten Walter Gropius. Grund für die Sanierung des Hauses sei das steigende Publikumsinteresse, hieß es. Gezeigt wird hier die umfangreichste Sammlung zur Geschichte des Bauhauses. Kernstück bildet der Nachlass zahlreicher ehemaliger Bauhäusler wie Walter Gropius, Herbert Bayer, Lucia Moholy und Georg Muche. Doch mittlerweile platzt der Bau schräg gegenüber von der CDU-Zentrale am Landwehrkanal aus allen Nähten.

Der Bund steuert 29 Mio. Euro bei

Rund 64,32 Mio. Euro werden der Umbau und die Erweiterung kosten. Gut 29 Mio. Euro steuert der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) bei, den Rest des Geldes nimmt Berlin in die Hand. Mit dem heute morgen erfolgten Startschuss werden die Nutzungen künftig auf zwei Gebäudeteile verteilt: Während im Bestandsgebäude das Archiv vorgesehen ist, wird der Erweiterungsbau dem Museum für Gestaltung ein neues Zuhause bieten.

Dafür hat der Berliner Architekt Volker Staab ein U-förmiges Sockelbauwerk mit Ausstellungsflächen von rund 2.000 qm entworfen. Hier finden Depots, das Foyer und die Technik Platz. Auf diesen Sockel wird ein fünfgeschossiger, gut 20 m hoher Glasturm gestellt, der den neuen Haupteingang bildet. Ein langgestreckter Gebäuderiegel mit zwei Etagen schirmt den entstehenden Platz um den neuen Haupteingang der Von-der-Heydt-Straße ab und bietet Platz für Museums-Shop und Café.

Neues Museum soll "auch aktuelle Fragen aufgreifen"

Des Lobes voll für die Kunst des Baumeisters Staab ist Monika Grütters (CDU), Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. "Mit der großzügigen, hellen, besucher- und benutzerfreundlichen Atmosphäre der neuen Räumlichkeiten wird das Bauhaus-Archiv ein angemessenes Forum für die Auseinandersetzung mit dem Vermächtnis des Bauhauses schaffen – mitten im Herzen der Hauptstadt." Den Blick nach vorn richtet auch Klaus Lederer, Berliner Senator für Kultur und Europa (Linke): "Wir hoffen auf einen deutlichen Besucheranstieg und freuen uns, dass das neue Museum, ganz im Sinne des Bauhauses, auch aktuelle Fragen aufgreifen und die Stadtgesellschaft mitnehmen will."

Legende:

  • Haus
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