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Unternehmen | 05.06.2019

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

DIC Asset kauft GEG zum Faktor 10,6

Urheber: Ole Scheeren
Das Frankfurter Appartmenthaus Riverpark Tower (links) wird von der GEG betreut.

Urheber: Ole Scheeren

225 Mio. Euro zahlt die Gewerbe-AG DIC Asset (DIC) an die TTL-Tochter TTL Real Estate und den amerikanischen Finanzinvestor KKR und übernimmt dafür den Investmentmanager und Entwickler GEG zu einem nach eigenen Angaben günstigen Preis. Schon im laufenden Jahr soll der Deal die operativen Erträge des Konzerns erhöhen, zukünftig soll er dazu führen, dass die Managementerträge zu einer gleichwertigen Einnahmequelle neben den eigenen Mieteinnahmen werden.

Auf Käufer- wie auf Verkäuferseite des Deals spielt Gerhard Schmidt, langjähriger Weggefährte des früheren GEG-Vorstandschefs Ulrich Höller, eine wichtige Rolle. Seiner Deutschen Immobilien Chancen-Gruppe gehören gut 31% der Aktien der DIC, an der TTL, die die "strategische Führung" der TTL Real Estate innehat, hält er sogar 67%. Die GEG wiederum gehörte bis dato zu 75% der TTL Real Estate und zu 25% dem Finanzinvestor KKR. Letzterer werde der DIC auch nach seinem Ausstieg weiter "als Kunde verbunden bleiben", so KKR-Europachef Johannes Huth.

Mit der Übernahme habe die DIC ihre Präsenz im Geschäft mit Produkten für Institutionelle gestärkt und den Zugang zu Großanlegern weiter verbessert, so DIC-Vorstandschefin Sonja Wärntges. Binnen vier Jahren hatte die GEG unter der Führung ihres Vorstandschefs Ulrich Höller den betreuten Managementbestand auf 3,2 Mrd. Euro, verteilt auf 31 Investorenkunden, ausgebaut. Damit bringt die GEG deutlich mehr betreutes Fondsvolumen auf die Waage als die DIC (1,8 Mrd. Euro). Während GEG bis auf einige Minderheitsbeteiligungen keine eigenen Assets auf der Bilanz führt, zieht die DIC den Löwenanteil ihrer Einnahmen bis heute aus den Mieterträgen ihres Eigenbestands. Das soll sich durch die Akquisition der GEG ändern: Mit mehr als 5 Mrd. Euro für Investoren verwaltetem Vermögen werde sich der Profitabilitätsbeitrag aus diesem Bereich dem der Eigeninvestments angleichen, teilt das Unternehmen mit.

DIC: GEG war günstig

Den Kaufpreis bezeichnet Wärntges als "deutlich unterhalb der Konditionen für vergleichbare Übernahmen". Der erzielte Preis entspreche einem Verhältnis von Unternehmenswert zu Rohergebnis (EV/Ebitda) von 10,6. Patrizia habe seinerzeit für die Triuva den Faktor 16,7 akzeptiert, Swiss Life für Beos sogar 19,5. Bezahlt hat DIC für GEG mit freier Liquidität, der Deal wird sich noch 2019 in der operativen Kennzahl FFO positiv bemerkbar machen. Die FFO-Prognose wurde um 26% auf ca. 89 Mio. Euro angehoben.

Neben der verbreiterten Investorenbasis sieht Wärntges die hohe Projektentwicklungskompetenz der GEG, die künftig ihrem Konzern zur Verfügung stehen wird. Zu den Referenzprojekten des Teams zählen in Frankfurt das MainTor-Quartier, der Global Tower und der Riverpark Tower & Suites, in Hamburg das Opera Offices und in München das Quartier Pasing Central.

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