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Projekte | 31.05.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Hamburg (Hamburg)
  • Projekte:
    Hafengebiet Kleiner Grasbrook Hamburg, Schuppen 50a Hamburg
  • Unternehmen:
    HafenCity Hamburg
  • Organisationen:
    Land Hamburg, Stiftung Historische Museen Hamburg, Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Personen:
    Carsten Brosda
  • Immobilienart:
    Kulturbauten (Kino, Theater)

Hamburg: Deutsches Hafenmuseum auf den Grasbrook

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Theda Eggers
Das Hamburger Hafenmuseum um den Schuppen 50a soll zur Außenstelle des Deutschen Hafenmuseums ausgebaut werden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Theda Eggers

Nach einer Entscheidung des Hamburger Senats soll für das Deutsche Hafenmuseum ein Neubau im künftigen Stadtteil Grasbrook entstehen - ergänzt durch ein Technisches Freilichtmuseum im Schuppen 50a des bisherigen Hamburger Hafenmuseums. 120 Mio. Euro stehen hierfür sowie für die Restaurierung der Viermastbark Peking zur Verfügung.

Mit der Entscheidung des Senats, das Deutsche Hafenmuseum auf dem Areal des früheren Überseezentrums südwestlich der Elbbrücken anzusiedeln, soll ein Identifikationspunkt und Motor für den künftigen Stadtteil Grasbrook geschaffen werden.

Zudem erwiesen sich die alternativen Standorte an den Landungsbrücken sowie auf dem Baakenhöft im Quartier Baakenhafen der Hafencity als zu klein. Geprüft wurde auch der Standort des Hamburger Hafenmuseums im Schuppen 50a. Doch die Gefahrenlage für das eng mit dem laufenden Hafenbetrieb verzahnte Grundstück war nach Angaben von Kultursenator Carsten Brosda (SPD) zu groß.

Hafenmuseum statt Überseezentrum

So wird der Neubau für das Deutsche Hafenmuseum auf dem Areal des noch bestehenden Überseezentrums auf dem Kleinen Grasbrook entstehen. Die HafenCity Hamburg soll die Voraussetzungen für den Bau bis 2023 schaffen. Dazu zählt zunächst ein städtebaulicher und Freiraumwettbewerb, dem dann ein Architekturwettbewerb folgt. Eine Fertigstellung wird frühestens 2025 erwartet.

Bereits früher soll das Hamburger Hafenmuseum im und am Schuppen 50a als Technisches Freilichtmuseum und Außenstelle des Deutschen Hafenmuseums ausgebaut und erweitert werden. Die Schuppenhälfte ist Teil der letzten noch erhaltenen Hafenumschlagsanlage aus der Kaiserzeit.

Schuppen 50a wird Außenstelle

Im Schuppen soll das Schaudepot untergebracht werden. Dazu wird eine moderne Klimatisierung installiert. Außerhalb des Schuppen ist bereits jetzt die Sammlung historischer Schuten und Krane zu sehen. Hier soll eine neue Pontonanlage sowie der Einbau eines Flutschutztores in der Flutschutzmauer den ganzjährigen Betrieb ermöglichen.

Bereits 2015 hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags für die Errichtung des Deutschen Hafenmuseums samt Restaurierung der Viermastbark Peking 120 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Die Peking ist ein Segelschiff aus der Serie der legendären Flying-P-Liner der Hamburger Reederei F. Laeisz, das 1911 bei der Hamburger Werft Blohm + Voss vom Stapel lief und aktuell in der Peters Werft in Wewelsfleth restauriert wird. Hier hatten sich die Kosten bereits von 26 Mio. auf 35 Mio. Euro erhöht. Im Mai 2020 wird die Heimkehr der Peking erwartet.

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