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Märkte | 29.05.2019

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), Statistisches Bundesamt (Destatis), GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Deutscher Mieterbund (DMB), ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (gif), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Personen:
    Andreas Mattner, Axel Gedaschko, Dieter Babiel
  • Immobilienart:
    Wohnen

Frust über stagnierenden Wohnungsbau

Quelle: Pixabay, Urheber: sulox32
Bestand ist gut, mehr Neubau wäre besser. Doch daran hapert es. Voriges Jahr steig die Zahl der fertig gestellten Wohnungen nur minimal.

Quelle: Pixabay, Urheber: sulox32

Die an diesem Mittwoch veröffentlichten Wohnungsbauzahlen sind erschütternd: Sie zeigen, dass der Bau neuer Einheiten stagniert. An der riesigen Lücke zwischen Fertigstellung und Bedarf hat sich nichts geändert.

Trotz aller Appelle und Anstrengungen sind voriges Jahr gerade einmal 1.100 Wohnungen mehr fertig geworden als 2017. Dieses klägliche Ergebnis hat das Statistische Bundesamt veröffentlicht. Insgesamt wurden rund 286.000 Einheiten fertig, gebraucht würden etwa 375.000 schätzen Politik und Verbände. Der Geschosswohungsbau war 2018 für 134.084 neue Wohnungen gut. Fast 65.000 von ihnen waren als Eigentumswohnungen vorgesehen. Klassische Mietwohnungen wurden rund 69.400 realisiert.

Es mangelt an allem

Die Verbände von Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA), GdW Bundesverband deutscher Wohnungs-und Immobilienunternehmen und BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen über Deutscher Mieterbund und Zentralverband der deutschen Bauindustrie sind allesamt enttäuscht. "Deutschland zementiert die Wohnungsknappheit", kommentierte GdW-Axel Gedaschko. Er hat angesichts des jüngst publizierten Einbruchs bei den Baugenehmigungen auch keine Hoffnung auf Besserung.

Das "unbefriedigende Ergebnis" schreiben die Organisationen der Regulierung des Wohnungsmarkts, dem Mangel an Bauland und staatlichen Vorgaben beim Bauen zu. Diese trieben die Kosten, sagte HDB-Hauptgeschäftsführer Dieter Babiel. Hinzu komme die Personalnot in den Betrieben. "Es fehlt an allen Ecken und Enden", fasste ZIA-Präsident Andreas Mattner die Situation zusammen.

Mietpreisbremse hilft nicht

Als wenig hilfreich für die Neubautätigkeit hat sich die Mietpreisbremse erwiesen. Das ist das Ergebnis einer für die Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) erstellten empirischen Analyse der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Bei der 2015 eingeführten Mietpreisbremse gilt eine Ausnahme für Neubauten, dadurch sollten Investitionsanreize geschaffen werden. "In den Daten finden sich kaum Belege dafür, dass der Wohnungsneubau durch die Mietpreisbremse merklich beeinflusst wurde", heißt es nun in der Studie. Leicht positive Effekte ließen sich lediglich bei Baumaßnahmen im Bestand öffentlicher Bauträger feststellen.

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