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Politik | 29.05.2019

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:
  • Städte:
    München
  • Organisationen:
    Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz, Haus & Grund, Stadt München
  • Personen:
    Dieter Reiter
  • Immobilienart:
    Wohnen

München startet den alternativen Mietspiegel

Quelle: Immobilen Zeitung, Urheber: Alexander Heintze
Wie viel Miete zahlen die Münchner wirklich? Das will die Stadt herausfinden.

Quelle: Immobilen Zeitung, Urheber: Alexander Heintze

Die Stadt München hat die Befragung der Mieter für ihren alternativen Mietspiegel gestartet. Mieterinnen und Mieter, die nicht unter den qualifizierten Mietspiegel fallen, werden zur Höhe ihrer Miete und zur Ausstattung der Wohnung befragt. Die Stadt will mit den Daten Druck auf die Bundesregierung ausüben, den Mietspiegel zu reformieren.

Im Gegensatz zum offiziellen Mietspiegel der Stadt soll die tatsächliche Durchschnittsmiete aller Wohnungen in München ermittelt werden. Der qualifizierte Mietspiegel berücksichtigt nur Mieten, die in den letzten 4 Jahren geändert oder neu vereinbart wurden. Öffentlich geförderte Wohnungen dürfen nicht berücksichtigt werden.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter fordert dagegen schon länger, dass auch Mietänderungen, die länger als vier Jahre zurückliegen sowie öffentlich geförderte Wohnungen in den Mietspiegel eingerechnet werden. Er erhofft sich davon eine geringere Durchschnittsmiete in München.

Dieser sogenannte reale Mietspiegel wird nicht rechtsverbindlich sein. "Aber er soll der Bundesregierung klar vor Augen führen, wie notwendig eine Reform des Mietspiegelrechts ist", sagt Reiter. Das Bundesjustizministerium arbeitet derzeit bereits an einem Entwurf, der unter anderem vorsieht, den Zeitraum für die mietspiegelrelevanten Mieten von vier auf sechs Jahre zu erhöhen.

Neue Daten, neuer Streit

Der Münchner Mietspiegel sorgt immer wieder für Streit zwischen der Landeshauptstadt und dem Eigentümerverband Haus + Grund. Der Verband wirft der Stadt vor, den offiziellen Mietspiegel durch die Manipulation von Daten künstlich herunterzurechnen. Die tatsächlichen Durchschnittsmieten in der Stadt seien viel höher. Während der offizielle Mietspiegel durchschnittliche Nettomieten von 11,69 Euro/qm ausweist sieht Haus + Grund die Mieten bei 15,19 Euro/qm.

Die Stadt hält dagegen, dass durch die hohe Zahl geförderter Wohnungen und vieler günstiger Alt-Mietverträge die durchschnittlichen Mieten geringer sind als im Mietspiegel errechnet.

Die Umfrage wird nun neue Daten und wahrscheinlich auch eine Menge Interpretationsspielraum liefern.

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