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Märkte | 24.05.2019

Von Katja Bühren

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Statistisches Bundesamt (Destatis), Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB)
  • Personen:
    Felix Pakleppa, Dieter Babiel

Der Boom auf dem Bau hält an

Quelle: Pixabay, Urheber: rhythmuswege
Auf Deutschlands Baustellen gibt es viel zu tun. Fürs erste Quartal 2019 meldet das Statistische Bundesamt gleich mehrere Rekorde.

Quelle: Pixabay, Urheber: rhythmuswege

Die deutsche Baubranche bleibt im Höhenflug: Für den Umsatz und das Auftragseingangsvolumen im ersten Quartal 2019 meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) Rekordwerte. Auch der Blick in die nahe Zukunft stimmt die beiden Branchenverbände ZDB und HDB optimistisch.

So stieg das Auftragseingangsvolumen der Unternehmen aus dem Bauhauptgewerbe mit 20 und mehr Beschäftigten im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nominal um satte 14,3%, preis- und arbeitstäglich bereinigt immer noch um 8%. Mit 8,2 Mrd. Euro im März war es 16,7% größer als ein Jahr zuvor. Das sei der höchste jemals gemessene Märzwert in Deutschland, teilt Destatis mit. Seit Dezember 2018 haben die Statistiker für jeden Monat einen entsprechenden Rekord ermittelt.

Branche ist für 4,3 Monate ausgelastet

Dass es in der Branche viel zu tun gibt, zeigt auch die Zahl der im März geleisteten Arbeitsstunden: Die legte gegenüber dem Vorjahresmonat um 12% zu, bei gleicher Anzahl an Werktagen. "Die Bauunternehmen sind mit hohem Einsatz an der Auftragsabwicklung in allen Bausparten unterwegs", kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die Zahlen.

Spitzenwerte gibt es auch beim Umsatz: Nominal legte er im ersten Quartal um knapp 18% zu (bereinigt: +11,1%) und erreichte 16,3 Mrd. Euro. Das ist für diesen Zeitraum der höchste Wert seit 1995, meldet Destatis. Einen großen Anteil an diesem guten Ergebnis hat der März mit einem Umsatzplus von nominal einem Viertel (6,9 Mrd. Euro, bereinigt +17,8%) gegenüber dem Vorjahresmonat.

Optimismus für die kommenden Monate kehrt zurück

Mit diesen guten Zahlen im Rücken "sind wir auch für die kommenden Monate optimistisch", kommentiert Dieter Babiel Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB) die Zahlen. Auch, weil die Reichweite der Auftragsbestände im April bei 4,3 Monaten lag - noch ein historisch hoher Wert.

Bestätigt wird die positive Stimmung durch den monatlich erstellten Geschäftsklimaindex des Münchner ifo-Instituts: In der Baubranche ist dieser Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und -erwartungen drei Monate in Folge gestiegen und erreichte im Mai einen Wert von 24,4 (Februar 2019: 18,1). Grund für das Plus: Die bereits sehr guten Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage verbesserten sich weiter und es kehrte "ein leichter Optimismus bei den Erwartungen zurück", berichtet das ifo-Institut. "Der Bauboom hält weiter an."

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