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Unternehmen | 23.05.2019

Von Christine Rose

In diesem Artikel:

Steht Isaria mit gut gefüllter Pipeline zum Verkauf?

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze
Ein Isaria-Projekt ist die ehemalige MD Papierfabrik in Dachau. Die Wohnungen sollen zwischen 2023 und 2028 fertiggestellt werden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze

Der US-amerikanische Private-Equity-Investor Lone Star will sich offenbar vom Wohnungsbauer Isaria trennen. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters werde der Verkauf an einen Investor oder alternativ im Herbst dieses Jahres ein erneuter Börsengang angestrebt. Lone Star erwarte einen Erlös von etwa 500 Mio. Euro, heißt es. Die Projektpipeline jedenfalls hat der einst auf den Münchner Wohnungsmarkt fokussierte Entwickler in den vergangenen Jahren deutlich erweitert.

Isaria selbst und Lone Star äußern sich zu der Reuters-Meldung nicht. Mit den Zahlen aus dem Geschäftsbericht 2018 scheint der Wohnungsentwickler aber für sich zu werben. Der Verkaufswert der Projektpipeline ist demnach im vergangenen Jahr von 1,9 Mrd. auf 2,7 Mrd. Euro gestiegen. Dabei hat Isaria Fuß auf eine weitere der sieben Topstädte gesetzt - Frankfurt -, ist nun mit Projekten in München, Hamburg, Berlin, Stuttgart und Frankfurt vertreten und nennt Wachstum als strategisches Ziel: "Die Expansion in andere Top-Sieben-Standorte und weitere Metropolregionen in Deutschland ist angestrebt und wird weiter vorangetrieben", heißt es im Jahresbericht.

Umsatz soll auf jährlich 700 Mio. bis 800 Mio. Euro steigen

Im vergangenen Jahr verbesserte das Unternehmen den Umsatz von 25,3 Mio. Euro ("ein Übergangsjahr", wie es damals meldete) auf 142,5 Mio. Euro. Mit "gut 60%" entfällt davon ein Großteil auf den Verkauf des unter dem Namen South One vermarkteten ehemaligen Siemens-Bürohauses im Münchner Stadtteil Obersendling. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 37,5 Mio. Euro nach 34,9 Mio. Euro, das Konzernergebnis stieg von 1,9 Mio. auf 2,7 Mio. Euro.

In den kommenden fünf Jahren will Isaria einen Umsatz in Höhe von insgesamt 2,1 Mrd. Euro erzielen. Langfristig soll es mittels Akquisitionen innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren auf durchschnittlich 700 Mio. bis 800 Mio. Euro jährlich nach oben gehen (insgesamt 3,5 Mrd. bis 4 Mrd. Euro). Die größten geplanten Projekte sind das Gelände der ehemaligen MD Papierfabrik in Dachau, für das laut Isaria-Fondstochter One Group ein Verkaufsvolumen von 669 Mio. Euro angesetzt ist, sowie das Diamalt-Gelände in München-Allach mit einem veranschlagten Verkaufsvolumen von 420 Mio. Euro.

Isaria war 1995 als JK Wohnbau von Josef Kastenberger als Bauträger von Wohnungen in München gegründet und 2010 an die Börse gebracht worden. Damals betrug der Ausgabepreis 8 Euro, der Bruttoemissionserlös 80 Mio. Euro. Das Oberlandesgericht München verurteilte Kastenberger 2013 wegen Untreue und Betrugs zu dreieinhalb Jahren Haft. Eine Beteiligungsgesellschaft von Lone Star übernahm das mittlerweile in Isaria umgenannte Unternehmen 2016 und nahm es von der Börse.

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