Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Projekte | 22.05.2019

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

The Westlight - Berlin trägt die Richtkrone

Bild: Immobilien Zeitung, Urheberin: Gerda Gericke
Der postmoderne Rundbau von 1985 ist Geschichte.

Bild: Immobilien Zeitung, Urheberin: Gerda Gericke

Wo einst das nur 32 Jahre alt gewordene runde Gebäude der ehemalige Grundkreditbank stand, feiert Entwickler Barings Real Estate Advisers heute Nachmittag Richtfest für ein 60 m hohes Türmchen mit 15 Stockwerken und 19.500 qm Gewerbefläche.

"Die City-West blüht auf und erhält mit The Westlight - Berlin ein Gebäude, das die Skyline Berlins prägen wird", freuen sich die Bauherren. Hochgezogen wird das zuletzt mit 100 Mio. Euro Investitionsvolumen gehandelte Ensemble an der Budapester Straße 35 Ecke Kurfürstenstraße. Damit hat sich Barings, die das Areal für einen institutionellen US-amerikanischen Investor gekauft haben, ein exponiertes Stück Stadt gesichert – am östlichen Eingangstor zur City-West, vis-á-vis vom Eingang des Zoologischen Gartens sowie in Sichtweite der im Zweiten Weltkrieg zerstörten und als Mahnmal stehen gelassenen Ruine der Gedächtniskirche sowie dem Waldorf-Astoria und dem Upper West. Den beiden Hoteltürmen mit knapp 120 m Höhe kann das neue Türmchen aber nicht das Wasser reichen, auch wenn es, glauben jedenfalls die Initiatoren, vom Potsdamer Platz aus zu sehen sein wird.

Statt rund und rot kristalline Architektur

Statt rund und rot in Sandsteinoptik, wie der neungeschossige Vorgängerbau, setzen die jetzigen Eigentümer beim Neubau auf dem 1.915 qm großen Grundstück auf eine "markante, kristalline Architektur." Gemalt hat das unregelmäßige Achteck am Olof-Palme-Platz Armand Grüntuch von Grüntuch Ernst Architekten.

Ausschlaggebend für den Abriss des 1985 gebauten Bankhauses war der ungünstige Zuschnitt, "wie ein Donut", erläutert Grüntuch, die hoffnungslos veraltete Technik, aber natürlich vor allen Dingen, dass im Neubau mehr Platz ist. Barings hat das alte Geldhaus mit Bauvorbescheid gekauft. Und das kam so: Im Januar 2015 verkaufte die Berliner Volksbank ein Immobilienpaket, darunter ihren Hauptsitz, an ein Konsortium aus Benson Elliot Capital Management, London, der Klingsöhr Unternehmensgruppe, Berlin, Rockstone Real Estate, Hamburg, und Wertgrund Immobilien mit Sitz in Starnberg. Die Zeit zwischen An- und Verkauf des Gebäudes im September 2016 nutzten die Zwischenerwerber, um Baurecht für einen kleinen Turm zu erwirken. Das hat Barings mitbezahlt. Und will es darum natürlich auch nutzen.

35% vermietet

Die zukünftigen Büroarbeitsplätze mit Panoramablick über die City West sind in der Vermietung. 35% der gesamten vermietbaren Fläche sind an einen "international bekannten Mieter" vergeben, erläutert Barings-Manager Christoph Wittkop. Genannt werden darf ein anderer Mieter: Die Wirtschaftskanzlei Greenberg Traurig hat auf 6.700 qm die Hand und wird die obersten sechs Etagen beziehen. "Für die übrige Fläche finden Gespräche und Verhandlungen statt, die teilweise bereits weit fortgeschritten sind", so Wittkop. Jede Etage bietet rund 1.000 qm Fläche und ist bis zu viermal teilbar. Ins Erdgeschoss kommen Flächen für den Einzelhandel.

Die Bauarbeiten begannen im Februar 2018. Bis dahin wurde der postmoderne Bau von 1985 abgerissen. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2020 geplant.

Legende:

  • Haus
  • Straßenabschnitt
  • Wohnquartier
  • Ortsteil
  • Ort
  • Bundesland / Land
  • Projekt

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!