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Unternehmen | 20.05.2019

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:

Bergfürst-Projekt meldet Insolvenz an

Urheber: GPV Property Development Ltd. Niederlassung Deutschland
GPV wollte dieses Stadthaus in Bernburg bauen. Aus den Plänen wurde jedoch nichts.

Urheber: GPV Property Development Ltd. Niederlassung Deutschland

Das von der Onlineplattform Bergfürst vermittelte Crowdinvestingprojekt Z19 Stadthaus Plus in Sachsen-Anhalt ist offenbar pleite. Die Projektgesellschaft GPV Property Development Ltd. Niederlassung Deutschland hat den Gläubigern in einem Schreiben vom vergangenen Freitag mitgeteilt, dass ein Insolvenzantrag gestellt wurde.

Über Bergfürst hatten sich mehr als 500 Anleger mit rund 440.000 Euro per qualifiziertem Nachrangdarlehen an einem Bauprojekt in Bernburg (Sachsen-Anhalt) beteiligt. Unter dem Namen Z19 Stadthaus Plus sollten ursprünglich barrierefreie Miet- und Eigentumswohnungen entstehen. Das 2017 gestartete Projekt machte den Anlegern von Anfang an jedoch keine Freude. Nachdem die erste Zinszahlung erst Monate nach Fälligkeit auf die Konten der Investoren einging, fielen die weiteren, halbjährlich vorgesehenen Zinszahlungen komplett aus.

Grundstücksverkauf ohne Erfolg

Der Projektentwickler begründete die Zahlungsausfälle zuletzt mit Verzögerungen bei der Abwicklung des Projekts. Weil sich das ursprüngliche Bauvorhaben nicht realisieren ließ, schwenkte der Entwickler um und plante den Verkauf des Grundstücks an einen Investor. Vor wenigen Tagen teilte die Gesellschaft im Namen von Martin Procher jedoch mit, „dass unsere Verkaufsbemühungen ohne Erfolg eingestellt werden mussten. Ich sah mich daher veranlasst, für GPV Property Development Ltd. NL Deutschland einen Insolvenzantrag zu stellen.“ Am 9. Juli hätte die Rückzahlung des Crowdprojekts stattfinden sollen.

Bergfürst selbst zeigt sich „total überrascht“

Bergfürst-Geschäftsführer Guido Sandler wurde nach eigenem Bekunden „sehr überrascht“ über den Insolvenzantrag bzw. über die Mitteilung von Procher. Verifizieren ließ sich die Insolvenzanmeldung am Freitag nicht. Sandler hat daher Juristen beauftragt, der Sache auf den Grund zu gehen. Auf Nachfrage der Immobilien Zeitung bestätigte am heutigen Montag das Amtsgericht Wolfratshausen den Eingang der Insolvenzanmeldung.

Bergfürst selbst zählt seit vergangener Woche ebenfalls zu den Gläubigern von Prochers GPV-Projektgesellschaft. Offene Forderungen gegen die Gesellschaft in Höhe von etwa 25.000 Euro wurden zumindest teilweise (ca. 10.000 Euro) erfolgreich eingeklagt und per Zwangshypothek in das Grundbuch des Bernburger Baugrundstücks eingetragen.

Martin Procher sowie GPV Property Development ließen eine schriftliche Anfrage der Immobilien Zeitung unbeantwortet.

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