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Märkte | 17.05.2019

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

Frankfurt ist für Familien mit Kindern zu teuer

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Eigentumswohnungen in Frankfurt, hier der Stadtteil Bockenheim, sind für Normalverdiener nur noch selten erschwinglich.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Jeder vierte Wohnungskäufer verfügt in Frankfurt mittlerweile über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 8.000 Euro, berichtet Hüttig & Rompf. "Familien mit Kindern können sich in Frankfurt keine Wohnung mehr leisten", spitzt es Ditmar Rompf, Vorstand des Finanzierungsberaters, zu.

Das durchschnittliche monatliche Haushaltseinkommen nach Abzug der Steuern liegt bei den Wohnimmobilienkäufern in Frankfurt inzwischen bei rund 6.000 Euro. 2017 waren es dem Marktreport Immobilienfinanzierung Frankfurt/Rhein-Main von Hüttig & Rompf zufolge noch 1.600 Euro weniger. Zudem bringen die Käufer inzwischen im Schnitt ein Eigenkapital von 144.000 Euro mit, 60.000 Euro mehr als vor zwei Jahren. Für die Finanzierung stemmen sie eine monatliche Rate von 1.575 Euro, was etwa 26 % des Haushaltsnettos entspricht.

Chancen für das Umland

Vorstand Rompf sieht in den hohen Frankfurter Kennzahlen aber auch eine Chance für die Wohnungsmärkte der Umlandstädte wie z.B. Offenbach. Auf das Rhein-Main-Gebiet bezogen, beträgt das durchschnittliche Haushaltsnetto der Wohnungs- und Eigenheimkäufer gut 4.600 Euro und das Eigenkapital 89.500 Euro. Ihre Bankrate beläuft sich auf 1.173 Euro.

Wer davon ausgeht, dass es sich bei den Käufern in Frankfurt hauptsächlich um Kapitalanleger handelt, liegt falsch. Die Eigennutzerquote beziffert Hüttig & Rompf auf 57%. Mehr als 60% der Eigennutzer haben keine Kinder. 37% der Käufer kommt aus dem Ausland (2017: 22%). Für den Zuwachs bei der internationalen Klientel macht Rompf unter anderem den nahenden Brexit verantwortlich.

Anspruchsvolle Kundschaft

Rompf rät Wohnungsentwicklern mit Blick auf die Käuferanalyse, ihre Werbestrategie in Frankfurt anzupassen. Die Erwerber fragten vor allem hochwertig ausgestattete Wohnungen in innerstädtischen Lagen mit einem guten Angebot an Freizeitaktivitäten in der Nachbarschaft nach. Zudem sind die Wohnungsgrößen deutlich zurückgegangen. Lag der Median 2017 noch bei 129 qm, sind es nun nur noch 94 qm. Für eine Frankfurter Wohnung werden im Schnitt ca. 541.000 Euro ausgegeben. Im Rhein-Main-Gebiet sind es 371.000 Euro.

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