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Projekte | 16.05.2019

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Hamburg: SSN stellt Konzept für Holsten Quartier vor

Quelle: SSN Group, Urheber: Moka-Studio
Die erhalten bleibenden Bestandsgebäude im Holsten Quartier möchte SSN zum Teil der Stadt zum Bau eines Community Centers überlassen. Hier eine Visualisierung aus dem städtebaulichen Wettbewerb 2017.

Quelle: SSN Group, Urheber: Moka-Studio

Maximal 180.000 qm BGF sollen im Holsten Quartier errichtet werden. Teil des Quartierskonzepts sind neben 1.400 Wohnungen, Platz für ein Community Center in den alten Braugebäuden sowie eine Schulerweiterung, deren Bau Projektentwickler SSN Group finanziell unterstützt. 2026 soll das 950 Mio. Euro teure Quartier auf dem bisherigen Areal der Holsten-Brauerei fertig sein.

Gestern Abend stellte Projektentwickler SSN Group die Eckpunkte für das Holsten Quartier im Planungsausschuss des Bezirks Altona vor. Das von Thomas Fründt, Standortleiter der SSN Group in Hamburg, in den letzten Monaten mit Bezirksleitung und -politik verhandelte Quartierskonzept soll bald in die Unterzeichnung eines städtebaulichen Vertrags zwischen Stadt und Investor führen. Christoph F. Gröner, Chef der CG-Gruppe - mit SSN unter dem Consus-Dach vereinigt - war in jüngerer Zeit nicht mehr bei den Gesprächen beteiligt.

1.400 Wohnungen und 20% für Baugemeinschaften

Nachdem zwischendurch Forderungen nach 200.000 qm Neubau-BGF formuliert wurden, enthält das Konzept nun maximal 180.000 qm, wie ehedem im Letter of Intend (LOI) zwischen Stadt und dem damaligen Entwickler, der Gerchgroup, festgehalten. Davon sollen 137.000 qm für den Bau von 1.400 Wohnungen im Drittelmix (Eigentumswohnungen, geförderte und frei finanzierte Mietwohnungen) genutzt werden, die in etwa zehn Gebäudeblöcken auf dem 8,6 ha großen Areal platziert werden. 20% der Geschossflächen im Wohnungsbau sollen für Baugemeinschaften reserviert sein.

41.000 qm sind für Gewerbe vorgesehen, davon 3.000 qm für einen Handwerkerhof im Norden des Quartiers. Die übrigen Flächen werden durch Hotel-, Büro- und Einzelhandelsnutzungen belegt. Zudem werden in drei Kitas Platz für 300 Kinder entstehen. Last but not least errichtet SSN den öffentlichen Park, der nach dem von André Poitiers erstellten städtebaulichen Konzept an den Park der benachbarten Mitte Altona anschließt.

Grundstück für Schule und Sudhaus für Community Center

Lebendige Diskussionen waren um die öffentlichen Flächen im Holsten Quartier geführt worden - beziehungsweise das von der Politik beklagte Fehlen derselben. Nach dem gestern vorgestellten Konzept überlässt die SSN Group der Stadt ein knapp 3.000 qm großes Grundstück zur Erweiterung der Theodor-Haubach-Schule sowie den Bau einer wettkampftauglichen Dreifeldhalle - und unterstützt die Errichtung mit einem zweistelligen Millionenbetrag.

Für einen Euro will SSN der Stadt das Sudhaus mit Turm und Malzsilo überlassen, um an dieser zentralen Lage ein 4.100 qm großes Community Center zu errichten. Die hamburgische Stadtentwicklungsgesellschaft Steg hatte ein Nutzungskonzept erarbeitet. Als Investor könnte die städtische Immobiliengesellschaft Sprinkenhof auftreten.

Das Konzept enthält Fitnessflächen für den Altonaer Turnerverband (ATV), einen Spa-Bereich, eine digitale, multifunktionale Bücherhalle nach dem Vorbild der deutlich größeren Bücherhalle im dänischen Aarhus, Veranstaltungs-, Seminar- und Coworkingflächen, Gastronomie und eine Mobilitätsstation für Rad und Auto. Dabei soll die Quartiersmitte autofrei bleiben, das Quartier insgesamt autoverkehrsarm. Die Wärmeversorgung soll aus Erd- und Nahwärme erfolgen.

SSN erwartet die Aufstellung einen Bebauungsplans im Laufe des kommenden Jahres und eine Baugenehmigung Ende 2020. Fünf Jahre später soll das Gesamtprojekt Holsten Quartier realisiert sein.

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